Sieben Jahre rechte Massenmobilisierung nach Chemnitz

Im Zuge der rechten Massenmobilisierung nach Chemnitz 2018 wurden Gegendemonstrant*innen von Neonazis angegriffen. Sieben Jahre später fand nun der zweite Prozess sein Ende – die Neonazis kommen straffrei davon. Die skandalösen Urteile sind vor dem Hintergrund einer offensiven Entpolitisierung neonazistischer Aktivitäten zu verstehen. Am 27. August 2025 fand die Urteilsverkündung beim Landgericht Chemnitz statt: Drei der vier Angeklagten wurden freigesprochen, beim Braunschweiger Neonazi Lasse Richei wurde das Verfahren ohne Auflagen eingestellt. Bereits beim ersten Prozess wurden die Verfahren gegen drei Angeklagte gegen geringe Geldbeträge eingestellt. Bei einem Prozess gegen ursprünglich 19 Neonazis, die gezielt Antifaschist*innen angriffen haben und bei dem mehrere Neonazis erkannt wurden, sind diese Urteile nicht selbstverständlich. Kritik […]

Grenzgängerin in rechten Milieus Teil II

Das vorläufige Ende von »Eva« In der vergangenen Woche wurde in Chemnitz die Neonazistin Giulia Hahn festgenommen. Die Sicherheitsbehörden fürchteten, dass die 23-Jährige einen Anschlag auf die Feierlichkeiten im Rahmen des Programms »Kulturhauptstadt Europas 2025« in Chemnitz begehen könnte. Der Spiegel berichtete darüber, Mainzer Zeitungen zogen nach. Schon im Juni 2024 hatte Rhein-Main Rechtsaußen in einem Artikel (»Grenzgängerin in rechten Milieus«) auf ihre Aktivitäten hingewiesen. Giulia Hahn nennt sich »Eva« und kommt aus Mainz. Sie bewegte sich in den vergangenen Jahren im Rhein-Main-Gebiet zunächst in der Drogenszene, dann in der rechten Verschwörungsszene und in der Neonaziszene. Im Herbst 2024 zog sie nach Chemnitz. Hahn ist »Tiktokerin«. Seit Jahren lässt sie […]