feb 19

6 Jahre Hanau – Raus zum Antirassistischen Kampftag

Solange wir atmen, kämpfen wir! Antirassistischer Kampftag überall und hier!
Komm raus zum bundesweiten Antirassitischen Kampftag! Gegen den rassistischen Normalzustand.

Am 19.02.2020 wurden neun junge Menschen von einem Rassisten getötet. Wir möchten dieses Jahr wie die Jahre zuvor an diese Menschen gedenken. Ferhat, Vili Viorel, Kaloyan, Gökhan, Sedat, Hamza, Mercedes, Said Nesar, Fatih – hinzu kommt auch als 10. Opfer Ibrahim Akkuş, der Anfang Januar 2026 an den Folgen des Attentats verstarb.

Wir werden euch nie vergessen. 

Neben unserer Trauer möchten wir aber auch unsere Wut auf die Straße tragen, denn 6 Jahre nach Hanau hat sich nichts geändert. Der letzte Kanzler wollte uns „Ausländer“ abschieben und der jetzige möchte uns auch aus seinem Stadtbild haben.
Politik, Medien und Gesellschaft skizzieren das Bild vom faulen, gefährlichen „Ausländer“ den man abschieben muss, welcher nicht hierher gehört und weg muss.
Weg von den Straßen, weg von dem Stadtbild und weg aus diesem Land: Gleich weg mit dem Leben.

Wir werden entmenschlicht, Gewalt gegen uns wird normalisiert und legalisiert.
Gewalt in Form von Beleidigungen bedroht uns. Und dieselbe Gewalt kann für uns tödlich enden: An den EU-Außengrenzen auf der Flucht, durch eine rassistische Polizei oder durch Nazis und rechte Anschläge wie dem in Hanau.

Und eben diese rassistische Gewalt, welche uns entmenschlicht, legitimiert, dass wir in Billiglohnsektoren und Niedriglohnjobs ausgebeutet werden. Als Lieferanten für Essen und Pakete, als Reinigungskräfte und private Pflegekräfte.

Hanau ist kein Einzelfall. Die rassistische Gewalt geht weiter. Tag für Tag. Von NSU über Halle, Rostock, Mölln bis heute.

Wer soll uns schützen? Staat und Nazis Hand in Hand!

Die Polizei die angeblich „Freund und Helfer“ ist, ist alles andere für uns! Ständig tauchen neue rassitische Polizeigruppenchats auf. Rassistische Polizeikontrollen, in denen wir unwürdiges über uns ergehen lassen müssen. Willkür, die uns töten kann und tötet.

Letztes Jahr Lorenz in Oldenburg auf offener Straße und Qabel in Nürnberg in seiner eigenen Wohnung. Nirgends ist man sicher – geschweige denn geschützt!
Und auch die Antifaschist*innen, die jeden Montag hier in Nürnberg gegen Nazis demonstrieren, werden von der Polizei kriminalisiert und erfahren immer wieder unglaubliche Gewalt und Repression. Die Polizei terrorisiert unsere Viertel, die Regierung kassiert Milliarden für Kriege und Rüstung, während wir für einen Hungerlohn schuften, uns durch prekäre Jobs quälen und unsere Körper zum Schluss nur noch als Kanonenfutter dienen sollen.

Ihre Gewalt ist der Normalzustand. Unsere Trauer wird zu Wut, unsere Wut zu Widerstand!
Denn den Toten gedenken, heißt für die Lebenden zu kämpfen. Wir stehen auf, wir blockieren ihre Normalität, wir nehmen uns unsere Straßen, unsere Viertel und unsere Stadt zurück.

Kein Vergeben, kein Vergessen!
Für Hanau und alle Opfer rassistischer Gewalt.
Für unsere Geschwister.
Für die Befreiung aller.
Solange wir atmen, kämpfen wir! Heraus zum Antirassistischen Kampftag!

Migrantifa Nürnberg, mit Unterstützung von:
Antifaschistisches Aktionsbündnis
Ende Gelände
Revolutionäre Zukunft Nürnberg

Wann? Am 19. Februar 2026 um 18:30 Uhr Wo? Plärrer (Gostenhofer Hauptstraße)

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