feb 23

Zum Protest gegen Nazifackelmahnwache in Pforzheim

Zur Einordnung hier noch der Aufruf des OAT Pforzheim : Am 23. Februar 1945 wurde nahezu ganz Pforzheim bei einem Angriff aus der Luft von alliierten Bombern zerstört. In 22 Minuten brannten die Innenstadt und weitere Bezirke ab. Die Stadt wurde fast vollständig zerstört. Etwa 17.600 Menschen starben in Folge der Angriffe. Pforzheimer:innen, sowie Besucher:innen von außerhalb, können jährlich rund um den Gedenktag zuschauen, wie rechte Gruppierungen zusammenkommen, um das Gedenken und Erinnern für ihre ideologischen Zwecke zu vereinnahmen. Diese Vereinnahmung des Gedenkens und öffentlichkeitswirksame Propagandisierung äußert sich vor allem in einem Fackelmarsch auf den Wartberg in Pforzheim, bei dem gemeinsam den “deutschen Gefallenen als Opfer der Alliierten” gedacht werden soll. Seit vielen Jahrzehnten hat diese rechte Gedenkveranstaltung, organisiert vom “Freundeskreis – Ein Herz für Deutschland e.V.“, nun schon Tradition in der süddeutschen Großstadt, die seit einigen Jahren zudem auch AfD-Hochburg ist und schon 1933 überdurchschnittlich stark Hitlers NSDAP wählte. Sie dient den Rechten unter anderem als Vernetzungsort. Um regionale wie überregionale Kontakte herzustellen und unterschiedliche Gruppierungen innerhalb der Neonazibewegung für eine “gemeinsame Sache” zu vereinen. Altnazis, Holocaustleugner, Hooligans und Szenegrößen. Sie alle mobilisierten am 23.2 bereits nach Pforzheim, um sich dem Fackelmarsch anzuschließen. Auch vergleichsweise neue Gruppierungen gewaltbereiter Neonazis wie die “Pforzheim Revolte” beteiligten sich in jüngerer Vergangenheit bereits an dem Geschehen und vernetzten sich dort mit den Altkadern. Wir wollen rechte Erinnerungskultur und Propaganda an diesen Tagen nicht nur entlarven und darüber aufklären, sondern antifaschistisches Gedenken in die Tat umsetzen, wenn wir den Faschisten nicht die Straßen überlassen. Frei nach dem Motto: Trauer zu Wut und Wut zu Widerstand.

Darum gilt für uns auch: Erinnern heißt kämpfen! Weder Stadt noch Berg den Faschisten!

Wann? Am 23. Februar 2026 um 17:00 Uhr Wo? Hauptbahnhof (Südausgang)

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