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Freiheit für alle politischen Gefangenen

Jedes Jahr am 18. März finden in vielen Städten Kundgebungen und Demonstration an den Knästen statt, um sich mit den politischen Gefangenen zu solidarisieren.
Die Rote Hilfe International, eine Solidaritätsstruktur, die von der Kommunistischen Internationale ins Leben gerufen wurde, hat den 18. März im Jahr 1923 zum internationalen „Tag der politischen Gefangenen“ erklärt. Über 100 Jahre später ist seine Bedeutung wieder hochaktuell.

Der Tag geht zurück auf die Gründung des revolutionären Stadtrats der Pariser Kommune am 18. März 1871. Die Pariser Kommune war ein sozialistisches Projekt, welches den ersten Beweis für die Möglichkeit proletarischer Macht und Befreiung in Europa erbrachte. Das Projekt wurde von der Reaktion mit aller Grausamkeit im Keim erstickt. Zehntausende des Pariser Proletariats wurden ermordet, lebenslang eingekerkert und verbannt.

In Zeiten in denen die imperialistischen Mächte wieder offensiv in den Krieg ziehen, um ihr System der Ausbeutung und Unterdrückung aufrecht zu erhalten, wirkt sich diese Eskalation auch auf die Straße aus. Am stärksten bekam dies im letzten Jahr die Palästina-Bewegung zu spüren. In Zeiten in denen autoritäre Staaten gegen die Zivilbevölkerung vorgehen wie die ICE in den USA gegen Migrant:innen, das Regime im Iran gegen Frauen, in Polen gegen Queere oder ganz aktuell in Ungarn gegen Antifaschist:innen, ist unsere Solidarität eine Waffe und unsere politische Arbeit bietet eine Perspektive.

In Zeiten von Aufrüstung und Kriegspropaganda zieht auch die Repression in der BRD an. Aktuell sitzen so viele Genoss:innen hinter Gittern wie Jahrzehnte nicht mehr. All jene, die die aktuellen Bedingungen nicht wortlos hinnehmen, werden verfolgt und als Terroristen erklärt. So laufen aktuell die größten Verfahren gegen Antifaschist:innen in der BRD in Düsseldorf und Dresden mit hunderten angesetzten Prozesstagen. Aber auch Internationalist:innen wurden nicht verschont, so kam es zu fünf Festnahmen von Aktivst:innen in Ulm, welche im Herzen des westlichen Imperialismus die Kriegsindustrie sabotierten.

Eine Person der sogenannten „Ulm5“ sitzt hier ganz in der Nähe in der Außenstelle Bühl. Wir wollen Zo besuchen und grüßen, denn der Kampf gegen die imperialistischen Kriegsbestrebungen und den Genozid in Palästina sind zentraler Bestandteil unseres Klassenkampfes. Wir treffen uns um 18 Uhr am Barrio (in der Luisenstraße 31) und fahren gemeinsam mit Autos nach Bühl. Dort starten wir um 19 Uhr vor dem Haupteingang JVA in Bühl mit der Kundgebung.

Wann? Am 18. März 2026 um 19:00 Uhr Wo? JVA Bühl

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