Am 8. März 2026 findet in Baden-Württemberg die Landtagswahl statt, am gleichen Tag sind in Bayern Kommunalwahlen, am 22. März sind dann in Rheinland-Pfalz Landtagswahlen und in Hessen am 15. März ebenfalls Kommunalwahlen. Im Herbst stehen weitere Wahlen an, unter anderem in Mecklenburg-Vorpommern. Kurz: Es gibt 2026 viel zu tun für Antifaschist:innen.
Im Wahlkampf sind wir als Antifaschist:innen gefordert. Es gilt weiterhin: Keine Straße, keine Räume, keine Normalität der AfD. Doch nicht nur die „Alternative für Deutschland“ hetzt in Wahlkampfzeiten mit populistischen Phrasen, befeuert das gesellschaftliche Klima und treibt die Spaltung voran – auch die CDU/CSU fischt Stimmen mit Sozialchauvinismus und die Rechtsentwicklung macht auch vor den anderen Parteien nicht Halt.
Um unsere Kräfte als antifaschistische Bewegung auf der Straße wo möglich zu bündeln und uns inhaltlich zu wappnen gibt es diese Seite, auf der die wichtigsten Informationen, Materialien zum Bilden und Weiterverwenden zusammengestellt werden. Die Seite wird ständig aktualisiert und weiter gefüllt.
Auf der Terminseite findet ihr wie gewohnt alle Mobilisierungen und Veranstaltungen, unten Materialien, die verschiedene Antifa-Strukturen veröffentlicht haben.
Also: Klickt euch durch, werdet aktiv vor Ort und schickt uns eure Materialien und Termine!
Termine
Hier findet ihr die zentralen Termine mit überregionalem Charakter:
Protest gegen das SWR-Triell & die Normalisierung der AfD
Gegen AfD-Bürgerdialog mit Höcke in Rommelsbach
Weitere findet ihr natürlich im Kalender auf der Termin-Seite! Dort könnt ihr auch nach eurer Region filtern. Schickt gerne eure Aktivitäten und Anreisen über das Termin-Formular, wenn sie in der Liste fehlen.
Materialien
Für die zentrale Mobilisierung nach Rommelsbach gegen den AfD-„Bürgerdialog“ mit Höcke und die Proteste gegen die Nazifackelmahnwache in Pforzheim gibt’s hier Vorlagen u.a. für Social Media.
Auf der Unterseite Material gibt’s noch einiges mehr, das ihr für eure lokale Praxis nutzen könnt.
Argumente
Antifaschistische Politik bedeutet, dass wir nicht nur auf der Straße entgegentreten und den rechten Wahlkampf sabotieren, sondern immer auch der rechte Stimmungsmache inhaltlich widersprechen: Um ihre Politik zu analysieren und entsprechende Gegenargumente formulieren zu können, müssen wir uns anschauen, was hinter den Türen, auf Parteitagen und in den Programmen formuliert wird und was die Krisenpolitik der Herrschenden bedeutet. Auch die Frage wie und ob der Staat gegen Rechts vorgeht ist wichtig für die Auseinandersetzung und unser Selbstverständnis als antifaschistische Bewegung.
Dass man das Wissen-Aneignen auch kollektiv gestalten kann zeigt das OAT Mannheim mit seinem monatlich stattfindenden Theorie-Stammtisch; dieses Mal mit einem passenden Thema zum laufenden Wahlkampf:
Theoriestammtisch: Die AfD, die Generation Deutschland und das „Vorfeld“
Zwischen Rechtspopulismus und Faschismus – Wo steht die AfD?
Als Grundlage zur Einschätzung der AfD empfehlen wir die Broschüre der Antifaschistischen Aktion Süd aus dem Jahr 2022 – die Analyse ist weiterhin aktuell und einige Prognosen haben sich inzwischen sogar bewahrheitet. Zehn Jahre nach ihrer Gründung hatte die AfD sich bereits zum dominierenden Projekt der bundesdeutschen Rechten entwickelt. Nach einer Phase des Aufschwungs zeichnet sich ab, dass sich nun ausdifferenziert, welche Kräfte innerhalb der AfD tonangebend sind und sein werden. Bleibt sie ein rechtspopulistisches Sammelbecken oder wird die AfD zur offen faschistischen Kraft? Der Text analysiert das Zwischenstadium der AfD, arbeitet treibende Kräfte heraus und leitet daraus Impulse für eine antifaschistische Gegenstrategie ab. Die Broschüre widmet sich außerdem explizit dem Charakter und den Eigenschaften faschistischer Parteien und setzt diese in ein Verhältnis zum aktuellen Entwicklungsstand der AfD.
Ein AfD-Verbot bekämpft ein Symptom, aber keine Ursache
In diesem Text analysiert Sebastian Friedrich mögliche Gegenstrategien gegen die AfD und positioniert sich in der Debatte um ein Verbot der Partei. „Ein erfolgreiches AfD-Verbot würde die politische Rechte ohne Zweifel organisatorisch schwächen. Doch der Preis ist hoch. Denn die Folgewirkungen könnten auch die Linke blockieren. Seit Gründung der AfD diskutieren Linke über den richtigen Umgang mit der ersten Partei, die sich erfolgreich rechts der Union etablieren konnte. Ob breite oder sehr enge Bündnisse gegen rechts, Blockaden, Diskussion, Nicht-Diskussion, Badehosenklau oder ostdeutsche Identitätspolitik…“
Neuer Name, gleiches Personal, nationalististische Kader – die AfD-Jugend
In diesem Text haben wir als Redaktion die am Wochenende des 29. November 2025 in Gießen offiziell neu gegründeten AfD-Jugend aka Generation Deutschland unter die Lupe genommen. In unserer Analyse wollen wir skizzieren, wie wir die Generation Deutschland politisch einschätzen. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf dem zukünftigen Führungsstab der Jugendorganisation, sowie deren Verstrickungen zu anderen rechten Organisationen.
Perspektiven 01 – Antifa
In der Broschüre von Perspektive Kommunismus könnt ihr einiges nachlesen zu antifaschistischer Organisierung – also wie der Kampf gegen Rechts strategisch aufgebaut werden kann/sollte. „Effektive Antifa-Politik ist gerade jetzt so notwendig wie eh und je. Dabei muss Antifa nicht neu erfunden werden, sondern mit Ernsthaftigkeit und aufbauend auf den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte neu formiert werden. Wir brauchen klare Standpunkte und müssen sie konsequent umsetzen. Dabei geht es darum, in Bewegung zu kommen, um Organisierung, und darum, sich die Hände schmutzig zu machen.“
Staat & Nazis Hand in Hand?
Diese Broschüre, die 2019 von mehreren antifaschistischen Gruppen aus Süddeutschland veröffentlicht wurde, zeichnet die Verstrickungen des Staates mit faschistischen Strukturen nach. Die Broschüre beschreibt die Funktion des Faschismus an der Macht und von faschistischen Bewegungen für das Kapital und erklärt anhand dieser Analyse den Umgang des Staates mit faschistischen Strukturen wie dem NSU und Nordkreuz. Zudem wird der Aufstieg der AfD in den gesellschaftlichen Kontext eingeordnet.


