Am Freitag, den 24. Juli haben auch wir als Offenes Antifaschistisches Treffen (OAT) Villingen-Schwenningen unter dem Motto “Support your local CSD – Den Nazis keine Chance“ zum ersten CSD in Tuttlingen mobilisiert. Zur Demonstration aufgerufen hatten u.a. Tuttlingen ist bunt. Zum Auftakt der Demo kamen circa 300 Menschen auf dem Marktplatz zusammen, was sich im Laufe der Zeit sichtlich steigerte. Neben verschiedenen Gruppen und Demonstrant:innen fiel vor allem der Stand der CDU auf dem Marktplatz auf, welche immer wieder gegen queere Menschen hetzt und ein reaktionäres Frauen- und Familienbild propagiert, sich aber offensichtlich nicht zu fein war auf dem CSD auf Sympathie- und Stimmenfang zu gehen. Noch vor Beginn der Demonstration stellte sich unser Motto „Den Nazis keine Chance“ als äußerst passend heraus, als am Rande des Marktplatzes eine Gruppe Jungfaschos (etwa 18-20 Jahre) Demonstrant:innen anpöbelte und provozierte. Zwei der Faschos waren in Schwarz gekleidet, mit kurzer Sporthose und Lonsdale-Shirt, ein Weiterer, der später dazu stieß, trug eine grüne Bomberjacke und ein weißes T-Shirt mit der Aufschrift „Deutschland“.
Der Veranstalter antwortete auf unseren Hinweis, dass er da „nichts machen könne“, da nur die Polizei unerwünschte „Besucher“ wegschicken dürfe. Uns zeigt das: „Antifaschismus selber machen“ ist hierbei also keine platte Parole, sondern es macht deutlich, dass wir den Kampf gegen Nazis tatsächlich selbst in die Hand nehmen müssen; das nimmt uns offensichtlich niemand ab. Nach einiger Zeit war die Gruppe nochmals um 2-3 Personen gewachsen, woraufhin die Jungfaschos versuchten auf die Veranstaltung zu gelangen, wobei wir uns ihnen ganz direkt in den Weg stellten und verhinderten, dass sie über die Kundgebung laufen und provozieren konnten. Während des Demozugs beteiligten wir uns mit einem Hochtransparent in Solidarität mit der, in Ungarn seit über 2 Jahren inhaftierten, Antifaschistin Maja und mit Parolen. Im Anschluss an die Demonstration gab es weiteres Programm auf dem Marktplatz, wo wir einiges an Infomaterial an die Teilnehmer:innen des CSD’s verteilten. Am Rande des Geschehens hielt sich weiterhin die Gruppe Jungfaschos auf, welche erneut gewachsen war. Die Ereignisse beim CSD Tuttlingen zeigen genau das, was wir in unserem Aufruf schon geschrieben haben und immer wieder sagen – Faschos versuchen sich vermehrt die Straße zu nehmen, Macht zu demonstrieren und einzuschüchtern; dafür haben sie sich CSDs als einer ihrer Hauptziel ausgesucht.
Gründe auf die Straße zu gehen gibt es also genug; das zeigt der CSD in Tuttlingen, das zeigen aber auch anderen Provokationen und Angriffe von Nazis gegen linke und queere Menschen.
Werdet also aktiv und schließt euch zusammen gegen Nazis und Rechte – kommt zum Offenen Antifaschistischen Treffen Villingen-Schwenningen!




