Nach einigen Monaten konstruktiver Zusammenarbeit und jahrelanger gemeinsamer Praxis auf der Straße, gründet sich im März 2026 ein Bündnis aus verschiedenen Gruppen, die der Rechtsentwicklung in Augsburg nachhaltig etwas entgegensetzen möchten. Das Bündnis trägt den passenden Namen „Bündnis Antifaschistisch und Solidarisch Augsburg“.
Dahinter stecken verschiedene Gruppen aus dem Raum Augsburg, die angesichts der immer weiter voranschreitenden Rechtsentwicklung und ihrer Auswirkungen, hier lokal die Notwendigkeit sehen, uns nicht nur als einzelne Akteur:innen, sondern auch gemeinsam diesen Entwicklungen entgegenzustellen. Jedoch nicht als weitere Partei im Parlament oder Stadtrat, sondern als außerparlamentarische Organisation.
Gemeinsam wollen wir der zunehmenden faschistischen Gefahr, der allgegenwärtigen Rechtsentwicklung mit ihren Auswirkungen wie einer sich immer weiter verschärfenden Geflüchtetenpolitik sowie der immer mehr zunehmenden Militarisierung und autoritären Entwicklung in Deutschland etwas entgegensetzen.
Denn aktuell erfahren viele Menschen, auch hier in Augsburg, die Auswirkungen der aktuellen Krisen. Sie leiden unter konkreten Auswirkungen wie dem Sozialabbau, dem Fehlen von bezahlbarem Wohnraum oder den gestrichenen Arbeitsplätzen. Und während der soziale Sektor zunehmend kaputtgespart wird, marode Schulen und überlastete Krankenhäuser zum Standard werden, das Bürgergeld und andere soziale Sicherheiten zunehmend angegriffen werden, werden mehrere hundert Milliarden zur Kriegsvorbereitung investiert oder Großkonzerne durch Steuersubventionen beschenkt.
Für all diese Themen bieten rechte und faschistische Kräfte keine wirklichen Lösungen, sondern nur Scheinlösungen, oder sie leugnen die Krisen vehement. In jedem Fall tragen sie zur Verschlechterung jener Zustände bei, weshalb es für uns unerlässlich ist, gegen die zunehmende Rechtsentwicklung anzukämpfen.
Dabei stellen wir die soziale Frage in den Mittelpunkt unserer antifaschistischen Arbeit. Der Kapitalismus und die damit einhergehenden Ausbeutungsverhältnisse sind das Grundproblem. Deshalb kämpfen wir für die Interessen der Unterdrückten und Ausgebeuteten.
„Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht“ ist dabei ein Grundsatz, der für uns noch immer aktuell ist. Denn das bedeutet für uns auch, entschieden den Kampf um den Erhalt und die Erweiterung demokratischer Rechte und Freiheiten zu führen.
Ob bei Protesten gegen die AfD, mit Infoständen im Viertel oder im Betrieb. Wir werden da aktiv sein, wo wir mit unserer Klasse in Kontakt kommen, die kein Interesse an der Rechtsentwicklung und der Verschärfung der Verhältnisse hat, immer im Wissen, dass eine bessere, solidarische Zukunft für alle möglich ist.
Beteiligt an diesem Bündnis sind aktuell:
Antifaschistische Aktion Augsburg
Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Augsburg
Deutsche Kommunistische Partei Augsburg
IGEL
Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands Augsburg
Föderation Klassenkämpferischer Organisationen (Solidaritätsnetzwerk Augsburg, Internationale Jugend Augsburg)
Offenes Antifaschistisches Treffen Augsburg
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Kreisvereinigung Augsburg
Wir blicken motiviert und durch die Zusammenarbeit gestärkt in die Zukunft.