Rechter Messerangriff auf Antifaschisten

Am Abend des 24. April 2026 griffen zwei junge Rechte einen Mann in Stuttgart-Nord an. Nachdem sie ihn als „Antifa“ ansprachen, stachen sie ihn mit einem Messer nieder. Er überlebte den Angriff nur wegen einer Notoperation. Die Angreifer wurden bei der eingeleiteten Fahndung noch am gleichen Abend von der Polizei gefasst und sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Dieser politische Mordversuch wurde erst am 20. Mai, also knapp 4 Wochen später nun als solcher von der Staatsanwaltschaft gegenüber der Presse eingeräumt. In einer gemeinsamen Pressemitteilung sprachen Polizei und Staatsanwaltschaft in einer kurzen Meldung bis dato lediglich davon, dass ein Mann bei einer Auseinandersetzung mit einem spitzen Gegenstand schwer verletzt wurde, die zwei Tatverdächtige festgenommen wurden und starteten einen Zeugenaufruf – für die Erkenntnis, dass mindestens einer der Angreifer in der rechten Szene aktiv ist, sollen die (sonst so emsigen) Ermittlungsbehörden der Landeshauptstadt mehrere Wochen gebraucht haben? Die Angelegenheit unter den Teppich kehren zu wollen scheint den Beamt:innen näher zu liegen, statt über rechte Gewalttaten zu informieren, die leider auch im Südwesten hiermit eine neue Qualität erreichen, wenn Personen die erkenntlich links sind nicht mehr „nur“ angepöbelt und angegangen werden, sondern nur knapp einen Mordversuch überleben.


Das Antifaschistische Aktionsbündnis Stuttgart & Region (AABS) veröffentlichte dazu folgendes:

– Zur Dokumentation des politischen zeitgeschehen –
Dieses Video und die Erklärung wurden uns zugeschickt und wir teilen es gerne.

Als Reaktion auf den gestern bekannt gewordenen faschistischen Messerangriff gab es heute eine Spontanaktion vor der AfD Geschäftsstelle in Stuttgart. Knapp 25 Antifaschist:innen statteten dem Büro der geistigen Brandstifter einen Besuch ab, der Eingangsbereich wurde mit Fahndungsplakaten verklebt, mehrere Dutzend Eier flogen gegen die Fassade. Im Anschluss nahmen sich die Antifaschist:innen mit einer Spontandemo selbstbestimmt die Straße.

Solidarität mit dem Betroffenen!
Antifaschistischen Selbstschutz organisieren!
Die (politisch) Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen!

Am 24. April 2026 kam es in Stuttgart-Nord zu einem faschistischen Mordversuch. Zwei junge Nazis überfielen eine Person, die sie der antifaschistischen Bewegung zuordneten. Die beiden stachen mit einem Springmesser in die Brust des Betroffenen. Dieser überlebte den Mordversuch nur dank einer Notoperation. Die beiden Faschisten (19 & 21 Jahre) sitzen seit dem Angriff in Untersuchungshaft.

Der Mordversuch geschah nicht im luftleeren Raum. Rechte Gewalt gegen Andersdenkende, gesellschaftliche Minderheiten oder politische Gegner:innen nimmt immer mehr zu – auch in Stuttgart. Politisch verantwortlich dafür ist auch die AfD. Ihre Politiker:innen sind die geistigen Brandstifter:innen, die in Parlamentsreden, Pressemitteilungen & Videos offen zur Gewalt aufrufen. Mitschuldig ist auch die sogenannte Generation Deutschland, die neue Jugendorganisation der AfD. Hier sammelt sich der faschistische Nachwuchs, nicht wenige sind offen gewaltbereit.

Gegen faschistische Gewalt hilft antifaschistischer Selbstschutz. Es geht darum, nicht darauf zu warten bis etwas passiert, sondern Nazis proaktiv entgegenzutreten. Es geht darum, solidarisch mit Betroffenen rechter Gewalt zu sein, zu helfen, aufeinander aufzupassen. Es geht darum, sich zu organisieren, Banden zu bilden, Nazis zurückzuschlagen. Und es geht darum, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen!

Sich antifaschistisch organisieren denn nur Gemeinsam schlagen wir die Rechten zurück !


Am kommenden Montag, den 25. Mai 2026 findet um 16 Uhr eine Solidaritäts-Kundgebung am Rotebühlplatz statt, zu der mehrere Organisationen aufrufen: