Diese Woche kam es mitten am Tag zu einem vorbereiteten Angriff von Faschisten auf eine Antifaschistin in Bad Bramstedt. Dieser Angriff reiht sich damit in zahlreiche Übergriffe auf Antifaschist:innen, Migrant:innen und alle die, die die Rechten als Feindbild markieren ein. Göttingen, Stuttgart, die Angriffe auf CSDs und viele mehr verdeutlichen, dass im Fahrwasser der gesellschaftlichen Rechtsentwicklung auch militante Faschist:innen zunehmend erstarken. Auch in Schleswig-Holstein ist dies längst Realität.
Bei aller Besorgnis gilt es sich als antifaschistische Bewegung darauf einzustellen. Die Räume und Bedingungen für die Rechten sich zu formieren und Straßenmacht zu entwickeln werden fruchtbarer. Sie setzen immer selbstbewusster auf Konfrontationsbereitschaft und direkte Angriffe auf Migrant:innen und politische Gegner:innen. Ihre Ideologie und gerade ihre Praxis stellen dabei eine unmittelbare Bedrohung für einen großen Teil unserer Klasse und darüber hinaus für jeden Ansatz fortschrittlicher und klassenkämpferischer Politik dar.
Hier gilt es anzusetzen und sich ihnen überall dort wo sie ins Handeln kommen entgegenzustellen. Rechte Praxis ist angreifbar. Sie kann geschwächt und zurückgedrängt werden. Neben den vielschichtigen Möglichkeiten antifaschistisch aktiv zu werden, muss es auch darum gehen eine kämpfende Praxis zu entwickeln, die eigene Handlungsspielräume verteidigt und offensiv um die Deutungshoheit ringt.
Eines ist sicher, weder die Genossin noch wir lassen uns von diesem feigen Angriff und dem Versuch uns durch massive Gewalt in die Defensive zu treiben einschüchtern. Im Gegenteil geht es darum kollektive Räume zu schaffen, in denen wir Solidarität mit Betroffenen rechter Gewalt praktisch werden lassen, politisches Selbstbewusstsein aufbauen und den Kampf gegen die Faschist:innen organisieren.
Möglichkeiten und Ansatzpunkte gibt es dafür genug. In euren lokalen antifaschistischen Strukturen, überall dort wo sich die Rechten breit machen und schon morgen auf der Straße gegen die AfD und ihre Jugend „Generation Deutschland“, die versuchen in Kiel Fuß zu fassen. Werdet aktiv und achtet auf weitere Ankündigungen. Wir sehen uns auf der Straße.
Zeit den antifaschistischen Selbstschutz zu organisieren.



