Blockaden und Protest gegen „Gemeinsam für Deutschland“

400 Antifaschist:innen in Blockaden und direktem Gegenprotest zu „Gemeinsam für Deutschland“ 🚩✊

Vergangenen Samstag (30.08.2025) startete ab 13 Uhr die Kundgebung der Gruppe „Gemeinsam für Deutschland“ am Stachus. Von Anfang an waren auch wir mit 400 Antifaschist:innen vor Ort und blockierten alle Eingänge der gegitterten Kundgebung der Rechten. Vorallem durch zwei große und stabile Blockaden an den Haupteingängen sorgten wir dafür, dass es extrem lange dauerte, bis sich knapp 60 Rechte auf dem Stachus versammeln konnten. Obwohl die Polizei immer wieder versuchte, die Blockaden zu durchbrechen und aufzulösen, konnten diese bis zum Ende der Kundgebung gehalten werden.
Die Redebeiträge der Rechten, unter ihnen auch Organisator und „AfD“-Mitglied Fritz Höhne, konnten ausnahmslos von den antifaschistischen Parolen übertönt werden. Mit rund einer Stunde Verspätung startete die Demo auf nicht geplanter Route und auch nur unter massivem Schutz der Polizei. Ab Beginn des „Spazierganges“ der Rechten verweigerte die Polizei unser Recht auf direkten Gegenprotest. So zogen rund 150 Antifaschist:innen los, um immer wieder die Straßen vor den Rechten dichtzumachen. Eine Sitzblockade sorgte dafür, dass die Bullen die Rechten an uns vorbei quetschen mussten. Später folgte dann eine Blockade einer Kreuzung in der Nähe des Goetheplatzes, welche dazu führte, dass „Gemeinsam für Deutschland“ ihre Zwischenkundgebung absagen und ihre Route um die Hälfte der eigentlich geplanten Route verkürzen mussten.

Nachdem die Polizei verstanden hatte, dass wir hartnäckig bleiben, machten sie jeden Zugang zum Stachus – zur Abschlusskundgebung der Rechten – dicht. So entschieden wir, uns durch eine Spontandemonstration die Straße zu nehmen. Unsere Lautstarke Sponti lief ein Stück der Einkaufsstraße hoch zum Stachus. So konnten wir wieder zu den Rechten gelangen und auch ihre Schlussreden stören. Nach Ende des Rechten Aufmarsches konnten es die Bullen nicht lassen, gleich mehrere Personen festzunehmen, Anzeigen zu verteilen und mit Platzverweisen zu drohen.
Nach einigen Stunden kamen alle Genoss:innen wieder frei!

Der ganze Tag kann aus unserer Sicht als glänzender Erfolg gewertet werden. Nicht nur konnten viele der Rechten erst am Demonstrationszug teilnehmen, weil sie Anfangs nicht zur Kundgebung durchdringen konnten. Auch konnten sie die geplante Route weder laufen, noch in der vollen Länge ausnutzen. Somit wurde ihnen jedes bisschen Öffentlichkeit genommen und der ganze Tag war ein klarer Reinfall!
Ob sie sich wieder nach München trauen, werden wir sehen. Sicher ist aber:
Wir werden auch das nächste Mal auf den Straßen stehen um zu verhindern, dass sich „Gemeinsam für Deutschland“ an unsere Stadt gewöhnt!

Solltet ihr Post von den Bullen oder vom Gericht bekommen: Meldet euch entweder bei uns oder schreibt der Roten Hilfe!