Solidarität mit Maja, Anna und Gabri

Am vergangenen Samstag (07.02.26) kamen bei einer kämpferischen Solidaritätsdemonstration für Maja, Gabri und Anna aus vielen Orten hunderte Antifaschist:innen zu einer überregionalen Demonstartion in Jena zusammen. Die Demonstration war die Antwort auf das Urteil in Budapest und setzte ein starkes Zeichen der Solidarität. Die Message der Demo richtet sich ganz klar gegen die staatliche Verfolgung von Antifaschist:innen und den politischen Schauprozess in Budapest, Dresden und Düsseldorf. Das Statement zur Demo von der Kampagne „Antifa ist notwendig“:

Die Inhaftierten, Untergetauchten und allen voran Maja sind den konkreten Konsequenzen dieses Schauprozesses ausgeliefert. Aber es ist auch ein Angriff auf uns alle. Auf Antifaschismus allgemein. Es geht in diesem Kampf hier nicht nur um die Verteidigung einzelner Aktivist*innen, sondern um die Verteidigung von Antifaschismus im Gesamten. Antifaschismus ist vielfältig und jede Form gilt es zu verteidigen, um die gewalttätige Rechte aufzuhalten. Wir werden niemals still sein, wir lassen uns nicht unterkriegen von Repression, von Faschos und vom Staat. Weil, was auch bleibt, ist unser Zusammenhalt und unsere Solidarität.

Die Forderung ist klar: Freiheit für Maja und alle Antifaschist:innen. Eine gute Einordnung  des Komplexes hat der Solikreis Stuttgart in einem Grußwort gemacht:

Der ungarische sowie der deutsche Staat versuchten von Anfang an nicht einmal den Schein einer Rechtmäßigkeit zu wahren. Sie möchten hier ein Exempel an der linken und antifaschistischen Bewegung statuieren.

Doch wenn uns dieser gesamte Komplex etwas gezeigt hat, dann sind das vor allem zwei Dinge.

Zum einen die Notwendigkeit eines vielseitigen Antifaschismus auf verschiedenen Ebenen.

Es ist völlig nebensächlich, wer die Nazis am Tag der Ehre 2023 angegriffen hat.

Die angeblichen Geschädigten haben nur ein Ziel: Minderheiten und Andersdenkende anzugehen, auszugrenzen und ihnen Schaden zuzufügen. Sie sind leider nicht mit warmen Worten, Bildungsarbeit oder Menschenketten aufzuhalten, ohne diese Ebenen als sinnlos abstempeln zu wollen.

Bei ideologisch gefestigten und gefährlichen Faschisten ist die Ebene eines militanten Antifaschismus leider unabdingbar.

Auch wenn nicht jeder damit etwas anfangen kann, müssen alle fortschrittlichen Kräfte ihre Notwendigkeit sehen. Wir müssen uns solidarisch zeigen mit all jenen, die sich Nazis und Faschisten konsequent in den Weg stellen, im Wissen um die Folgen.

Damit kommen wir zum zweiten Punkt, der für uns zentral ist.

Denn wenn uns etwas Hoffnung geben sollte, dann ist es die weitreichende Solidariät, die sich anhand des Schicksals von Maja entfaltet hat.

Das Ziel der ungarischen Behörden ist das Brechen und die Vereinzelung von Gefangenen. Dies versuchen sie durch menschenunwürdige Bedingungen im Knast zu erreichen.

Doch durch die mediale Aufmerksamkeit, die Unterstützung beim Hungerstreik und der Support vor Gericht kann diesem Ziel etwas entgegengesetzt werden. Auch wir konnten diese Solidarität bei unserem Besuch in Budapest letztes Jahr deutlich spüren.

Denn Solidarität ist nicht nur eine Floskel. Sie kann sehr wohl zu einer Waffe werden.

Aber nicht nur in Jena war die Solidarität zu sehen, sondern in der ganzen Republik gab es Solidaritätsaktionen als Antwort auf das Urteil. Sie zeigen wie groß der Rückhalt für die Genoss:innen ist und sind ein wichtiger Beitrag um der Vereinzelung und Repression etwas entgegen zu setzen:

Urteil im „Budapest – Komplex“ gegen Maja, Gabri und Anna ist gefallen! 8 Jahre, 7 Jahre und 2 Jahre auf Bewährung! Unsere Antwort: Solidarität und Widerstand!

München

Auf den Staat ist im Kampf gegen Faschist:innen auch kein Verlass. Es macht uns aber wütend!

Unsere Solidarität bekommt ihr nicht klein! Freiheit für alle politischen Gefangenen! Die Antifaschistische Aktion aufbauen!


Tübingen

Acht Jahre Haft in einem autoritären, queerfeindlichen und faschistoiden Staat sind kein Urteil, sie sind politische Bestrafung.
Der Prozess gegen Maja war ein Schauprozess – gedacht, um all jene einzuschüchtern, die sich Faschismus, Queerfeindlichkeit und rechter Gewalt entgegenstellen.
Während Antifaschist*innen kriminalisiert werden, marschieren Rechte unbehelligt und sitzen in Parlamenten.
Diese Justiz schützt keine Menschen – sie schützt Macht.

Wir stehen an Majas Seite. Wir stehen an der Seite von Gabri, Anna und allen inhaftierten Antifas.
Unser Widerstand ist queer, antifaschistisch und grenzenlos.


Soli-Graffiti

Weil wir selbst nicht vor Ort sein können, schicken wir Soli-Graffiti über die Schiene. Free Maja und alle Anderen!


München

Unmittelbar nach dem Urteilsspruch gegen Maja, Gabri und Anna im Budapest-Verfahren gab es einen Bannerdrop im belebten Münchner Univiertel. Solidarität mit allen Antifas im Knast, vor Gericht und im Untergrund!

FREE ALL ANTIFAS! BURN ALL PRISONS!


Am Abend des 03.02. gingen wir mit ca. 50 Antifaschist*innen wütend und laut in Rostock auf die Straße, um unsere Solidarität mit Maja auszudrücken. Die unangemeldete Sponti zog begleitet von kämpferischen „Free Maja“ Rufen und viel Feuerwerk durch unser Viertel Um es den Bullen schwerer zu machen, wurden verschiedene Barrikaden auf die Straße gezogen. Viele Anwohner*innen und Passant*innen wurden durch unseren Auftritt aufmerksam und von der Demo freudig gegrüßt. Anlass war das für Mittwoch erwartete Urteil gegen Maja. Wir werden dieses nie akzeptieren. In Anbetracht des ungarischen Unrechtsstaates und seiner Komplizen aus Deutschland bleibt uns nur der Kampf für ein besseres Morgen! Majas Verurteilung würde einen herben Verlust für die antifaschistische Bewegung bedeuten.

Rostock

Legal, illegal, scheißegal. Im Zweifel für die Antifa!
Maja du bist nicht allein.
Wir kämpfen weiter und die Solidarität reicht von Budapest bis Rostock!
Wir grüßen auch alle Angeklagten in Düsseldorf und Dresden und schicken viel Kraft hinter die Mauern.
Free Maja!
Free all Antifas!
Nazis aufs Maul!

 


Wuppertal

Wütende Sponti auf dem Ölberg in Wuppertal

Heute wurde in Ungarn das Urteil gegen Maja gesprochen. Maja soll 8 Jahre hinter Gitter und Beton gesperrt werden. In einem politischen Prozess ohne Beweise wurde das Urteil in dem Fascho-Staat Ungarn gefällt. […] Maja wird vorgeworfen, bei Nazi-Aktionen nicht weggesehen, sondern gehandelt zu haben. Wer Nazi-Aktionen ignoriert, macht sich mitschuldig. Antifaschismus ist notwendig!
Dieses Urteil ist falsch, Maja soll in Freiheit leben!

Deswegen zog heute eine kleine wütende Spontan-Demo über den Ölberg, Menschen klärte die Nachbar*innenschaft darüber auf und machten ihrem Ärger etwas Luft.

Free Maja!
Free all Antifas!


Rostock

Am Abend des 04.02. versammelten sich mehrere Antifaschist*innen in Rostock um ihre Soldiarität mit Maja zu bekunden! Maja wurde in Budapest zu 8 Jahren verurteilt.

FreeMaja!

 


Berlin

Sponti für Maja in Friedrichshain!
FREE MAJA!!
Anlässlich der gestrigen (04.02.26)
Urteilsverkündung gegen unser*e Genoss*in Maja in Budapest zu verdammten 8 Jahren
Knast in Ungarn, nahmen wir uns in Berlin autonom und selbstbestimmt mit einer Sponti wütend und kraftvoll die Straße!
Neben Maja wurden gestern auch Gabri zu 7 Jahren und Anna zu 2 Jahren Knast in Budapest verurteilt.
Wir sind verdammt wütend und werden nicht aufhören zu kämpfen, denn ein Angriff auf eine*n ist ein Angriff auf uns alle.

Antifa bleibt notwendig!


Tübingen

Trotz Repression, Prozesse und Haft: der Kampf gegen Nazis bleibt legitim und geht weiter!

Er richtet sich auch gegen den kapitalistischen Staat und seine Institutionen, die den Faschismus an der Macht als Herrschaftsoption haben. Auch wenn das Tübinger Gericht in der Südstadt auf den ersten Blick nichts mit dem Urteil in Budapest zu tun hat: der Staat dem er dient schon!

Solidarität mit Maja! Freiheit für alle Antifas!


Stuttgart

 

Maja wurde am 4. Februar 2026 in Budapest, Ungarn zu einer Haftstrafe von 8 Jahren verurteilt. Wir haben mit Solibilder im Stadtbild auf die Verurteilung aufmerksam gemacht.

 


Landau

Wir haben uns gestern Abend in der Landauer Innenstadt mit einer Spontandemo die Straße genommen. Anlass dafür war das bodenlose Urteil gegen Maja und zwei weitere Genoss:innen im sogenannten Budapest-Komplex. Mit lauten Parolen wie „Free Maja“, „Wir sind nicht alle – es fehlen die Gefangenen“ und „Freiheit für alle politischen Gefangenen“ haben wir unserer Solidarität mit Maja, Gabri und Anna selbstbestimmt Ausdruck verliehen.
[…]
Auch wenn Maja, Gabri und Anna nun für 8, 7, bzw. 2 Jahre in Haft sind: Wir werden nicht aufhören zu kämpfen und erkennen diesen staatlichen Angriff auf einzelne als das was er ist, ein Angriff auf uns alle! Ein Angriff auf den Antifaschismus!

Wir werden auch weiter für euch kämpfen!

FREE MAJA
FREE ALL ANTIFAS