Wir haben der AfD ihre „Show“ genommen

In Solidarität und Trauer um die Betroffenen und Verstorbenen des Anschlags in München!   Als Betroffene, Gewerkschafter:innen, Aktivist:innen und Antifaschist:innen riefen wir gemeinsam dazu auf, die rassistische Instrumentalisierung des Angriffs auf unsere Streikdemo durch die AfD zu verhindern. Leider erreichte uns Samstag Abend die Nachricht, dass unsere Kollegin Amel und ihre Tochter Hafsa ihren Verletzungen erlegen sind. Trotz des expliziten Wunsches der Familie, die Toten nicht politisch zu instrumentalisieren, hielt die AfD an ihrer sogenannten „Mahnwache“ am Sonntag fest. Wir haben mit vielen Kolleg:innen versucht, unsere Gegenkundgebung auf dem Königsplatz zu einem Ort zu machen, an dem wir gemeinsam trauern und gedenken, gleichzeitig aber auch Proteste gegen die AfD stattfinden […]

Erste Gedanken zur Tat in München

Am Donnerstag, den 13. Februar 2025, fuhr in München ein Auto in die Streikkundgebung der Gewerkschaften ver.di und GEW. Aktuelle Zahlen sprechen von knapp 40 Verletzten, davon 8 Schwerverletzen und hunderten Traumatisierten. An dieser Stelle wollen wir unsere Solidarität und unser Mitgefühl mit allen verletzten und geschockten Kolleg:innen aussprechen. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, solche Erlebnisse kollektiv aufzufangen und zu verarbeiten. Die erste Reaktion von verantwortlichen Politiker:innen war absehbar. Neben Lügen über den Aufenthaltsstatus und die vermeintliche kriminelle Vergangenheit des Täters, wurde die Tat direkt instrumentalisiert um die Migrationsdebatte noch weiter zu verschärfen. Der Vorfall wurde genutzt, um ihre eigene Agenda gegen Personen mit Migrationshintergrund weiter zu befeuern. […]

Solidarität mit den Betroffenen der Streikdemo

Seit gestern überschlagen sich die Nachrichten in der Presse und viele Nutzen die Gelegenheit die Geschehnisse für ihre rechte Hetze zu instrumentalisieren und die Debatte um Abschiebungen weiter anzuheizen. Für uns als Antifaschist:innen steht die Solidarität mit allen Betroffenen klar im Vordergrund während wir die Äußerungen von Nancy Feaser, Scholz und Co. aufs schärfste kritisieren. Deshalb haben bereits gestern Abend tausende Menschen in München ein Zeichen gegen diese rassistische und rechte Ausschlachtung gesetzt und sie haben klare Worte zu den Ereignissen gefunden. Solidaritätskundgebung – Gegen Rassismus und Instrumentalisierung Heute ist in München ein Auto in eine Streikkundgebung der Gewerkschaften ver.di und GEW gefahren. Dabei wurden über 20 Menschen verletzt, zum […]

Antifaschismus ist nicht kriminell, sondern notwendig – Mehr denn je

Solidarität mit Hanna und allen anderen Beschuldigten im „Budapest-Komplex“ Am 19. Februar 2025 beginnt vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts München der Prozess gegen Hanna. Der Antifaschistin aus Nürnberg wird vorgeworfen, gemeinsam mit Anderen im Sommer 2023 im ungarischen Budapest Nazis beim sogenannten „Marsch der Ehre“ angegriffen und verletzt zu haben. Aus ganz Europa kommen Faschist:innen dort zusammen und huldigen in Wehrmachts- und SS- Uniformen verkleidet dem deutschen Faschismus. Das menschenverachtende Treiben findet nicht zufällig dort statt, wird es doch von der ungarischen Regierung unter dem stramm rechten Präsidenten Victor Orbán nicht nur geduldet, sondern mit einem gewissen Wohlwollen betrachtet. Es sind allein antifaschistische Strukturen, die sich im rechts-autoritären Ungarn diesem […]

Nicht mit uns… die Brandmauer sind wir

Kundgebung gegen den Pakt der CSU, FDP und AfD Am 30.01.2025 hat die CDU/CSU im Bundestag zum ersten Mal eine Mehrheit mit der AfD durchgezogen und gemeinsam für die massive Rechtsverschärfung gegen Geflüchtete gestimmt. Dagegen hat sich eine Demonstration von “München ist bunt”, der lokalen Gegen-Rechts-Organisation der SPD, vor der CSU-Zentrale versammelt. 10 000 Münchner:innen sind dem Aufruf so spontan gefolgt. Auch wir waren als Antifaschist:innen mit vor Ort, um unsere Wut über den weiteren Schritt von Merz zur Normalisierung der AfD im herrschenden System auszudrücken. Doch gleichzeitig haben wir auf die Scheinheiligkeit der SPD und der Grünen hingewiesen. Gerade auf solchen Kundgebungen müssen wir mit unseren kämpferischen Inhalten einen […]

Gedenken am 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

Am 27. Januar jährte sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz zum 80. Mal. Vielerorts gab es Veranstaltungen, öffentliche Gedenken und Kranzniederlegungen. An einem solchen Tag, besonders in diesem Jubiläumsjahr bekam die Erinnerung an die Shoa eine besondere Aufmerksamkeit. Wie ein antifaschistisches Gedenken aussehen kann, möchten wir mit den uns zugesandten* Beiträgen unten aufzeigen – denn wir wissen: Unsere Geschichte bedeutet Verantwortung. Sich mit der vernichtenden faschistischen Ideologie auseinanderzusetzen, lokale Geschichte zu recherchieren und sich mit ihr zu befassen und damit eine antifaschistische Erinnerungskultur zu ermöglichen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit, sie ist Mahnung und eine Grundlage für unsern Kampf heute.

Protest gegen AfD-Bürgerdialog in Milbertshofen

Kein Dialog mit Nazis! Der Rechtsruck in Deutschland greift um sich. Das zeigen nicht zuletzt die erschütternden Wahlergebnisse diesen Jahres. Die Rechten werden selbstbewusster und wollen weiter Fuß fassen. Nun versucht die „AfD“ unter dem Deckmantel eines Bürger“Dialogs“ am 9.10.24 ihre menschenverachtende Propaganda weiter zu verbreiten. Und das ausgerechnet im Kulturhaus Milbertshofen, welches in diesem vielfältigen Viertel klar für Offenheit, Integration und Miteinander steht. Hier wollen MdL Markus Walbrunn aus Pasing und MdL Denny Jankowski aus Thüringen „Unsere Jugend stärken“ — so der Titel. Doch die Jugendarbeit überlassen wir lieber den Profis! Die hier lebenden, wohnenden und arbeitenden Nachbar*innen machen gemeinsam mit Menschen aus ganz München deutlich: Die „AfD“ ist […]

Hausdurchsuchungen bei fünf Antifaschist:innen in Bayern

Am heutigen Freitagmorgen, dem 04.10.24, fanden in Bayern koordinierte Hausdurchsuchungen bei Antifaschist:innen statt. In der Früh um 6 Uhr stürmten vermummte Bundespolizist:innen drei Wohnungen in München und zwei in Ingolstadt. Dabei gingen teilweise Haustüren zu Bruch. Durchsucht wurden die Privat- und Gemeinschaftsräume fünf beschuldigter Antifaschist:innen. Vorgeworfen wird ihnen die Beteiligung an einer gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung auf der Anreise zum Schutz des CSDs in Landshut erst vergangene Woche. Rechte Mobilisierungen gegen Queers In den letzten Wochen und Monaten verstärkte sich die queerfeindliche Stimmung in Deutschland rasant, als rechte und faschistische Gruppierungen vermehrt gegen CSD-Demonstrationen mobilisierten und aufmarschierten. Bilder, wie aus Bautzen, Magdeburg, Zwickau oder Albstadt gingen durch die Medien. Von Drohszenarien […]

Reichsbürger:innen-Aufmarsch blockiert

Vergangenen Samstag, den 31. August, versammelten sich knapp 400 Reichsbürger:innen in München, welche aus ganz Deutschland angereist waren. Nach Aufmärschen in Gera, Magdeburg und Dresden haben sie nun auch in unserer Stadt ein „Treffen der 25+1 Bundesstaaten“ abgehalten. Mit verschiedensten Flaggen der deutschen Königreiche und Reichsflaggen zogen sie nach einer Kundgebung durch die Innenstadt. Der Königsplatz, als Start- und Endpunkt, war hierbei nicht zufällig gewählt. Nicht nur wurde er nach König Ludwig dem I. benannt, sondern fungierte auch während des deutschen Faschismus als Kundgebungsort und Startpunkt der Aufmärsche der „NSDAP“. Davon lässt sich klar die monarchistische und faschistische Seite der Gruppe „25+1 Bundesstaaten“ ableiten. Genau deswegen ließen wir diesen Aufmarsch […]

Demo gegen das neue AfD-Wahlkreisbüro

Heute eröffnete der AfD-Kreisverband München Ost, rund um den Landtagsabgeordneten und Faschist Rene Dierkes, sein neues Büro in der Sebastian-Bauer-Straße 8 in Perlach mit einem Grillfest. Rund 600 Antifaschist:innen zeigten der Partei direkt vom ersten Tag an ihre Meinung über das neue Nazi-Zentrum in München. Gemeinsam mit vielen anderen antifaschistischen Gruppen starteten wir in Neuperlach Zentrum und hörten verschiedene Reden zum Auftakt. Antifaschist:innen aus Rosenheim erzählten von ihren Erfahrungen was es bedeutet ein AfD-Büro in der eigenen Stadt zu haben, außerdem sprachen der Ver.di AK gegen Rechts und die DiDF Jugend. Anschließend liefen wir lautstark direkt vor das Büro. Während die Nazis vorher ihr Bier entspannt auf der Straße vor […]

Eröffnung eines neuen AfD-Büros

Am Samstag, 10. August 2024 will die AfD in München ein neues Büro und Veranstaltungsräume eröffnen. Den Standort wollte die Partei eigentlich geheimhalten. Antifaschist_innen haben ihn gefunden. Am 11. Juni 2024 veröffentlichte der Münchner AfD-Landtagsabgeordnete Rene Dierkes triumphierende Posts auf X und in Telegram: „Ich habe Büroräumlichkeiten für mich als MdL sowie für die Partei angemietet. Dort können künftig auch Veranstaltungen stattfinden, was vor allem deshalb ein Vorteil ist, weil sich Gastwirte häufig von der Antifa einschüchtern lassen. Einen Garten gibt es auch. Voraussichtlich Ende Juli werden [sic!] ich eine Eröffnungsfeier veranstalten und freue mich, in #München eine erste Stätte des blauen Wirkens zu schaffen. #AfD“ Der Juli verstrich, aber […]

Vermehrte rassistische Angriffe

In den Wochen nach dem kollektiven Gedenken anlässlich des rechten Terroranschlags im Olympia-Einkaufszentrum am 22. Juli 2016, finden gleich mehrere rechte Angriffe in München statt: Am Pasinger Bahnhof attackiert ein Rassist zwei junge Männer mit einem Messer. Nur ein paar Tage später greift ein Anderer in der U-Bahnhaltestelle Hasenbergl einen weiteren Mann rassistisch an . Er beleidigt sein Opfer, schreit die NS-Parole “Sieg Heil”, und schlägt ihn krankenhausreif. In der Nacht vom 01. auf den 02. August zündet ein Mann das palästina-solidarische Camp vor der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität an. Sein Hintergrund: purer Hass und Rassismus! Die Vorfälle stimmen uns traurig und wütend. Sie zeigen auf ein Neues, dass sich in München, […]