...mehr Filter Filtern
Zurücksetzen

Femizid in Illerkirchberg – Rechte instrumentalisieren

Am vergangenen Montag kam es in Illerkirchberg (nähe Ulm) zu einem Angriff mit einem Messer auf zwei junge Mädchen. Eine der Beiden erlag kurze Zeit später ihren schweren Verletzungen. Der Tatverdächtige wurde kurz darauf festgenommen. Die Tatsache, das es sich dabei um eine Person eritreischer Herkunft handelt, löste ein rassistisches Medienecho aus. Wir sind traurig und wütend. Traurig darüber, wieder von einem Femizid erfahren zu müssen. Nach aktuellen Statistiken wird in Deutschland fast jeden dritten Tag eine Frau durch einen Mann getötet. Und wütend darüber, dass die Rechte diesen Mord als Vorwand für ihre rassistische Hetze gegen Geflüchtete missbraucht. Noch am Tag der Tat wurde das Thema breit in der …

Razzien gegen Reichsbürger:innen-Szene

Heute fanden in elf Bundesländern, sowie Österreich und Italien Razzien gegen das Reichbürger:innen-Spektrum statt. Mit 3000 Polizeikräften wurden 150 Objekte durchsucht und 25 Haftbefehle vollstreckt. Den über 50 Beschuldigten wird die Unterstützung bzw. Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen – unter ihnen Ex-Elitesoldaten, radikale Querdenker:innen, Ärzt:innen, Polizeibeamte, Unternehmer:innen, die Richterin und ehemalige AfD-Bundestagsabgeordnete Birgit Malsack-Winkemann sowie der Adlige Prinz Heinrich XIII Reuß.

Neue rechtskonservative Partei gegründet

Mitte November hat sich mit „Bündnis Deutschland“ eine neue rechtskonservative Partei gegründet. Sie will die alten konservativen Wähler:innen abholen, welche mit dem aktuellen Kurs der CDU unzufrieden sind und grenzt sich gleichzeitig von den „radikaleren“ Positionen der AfD ab. Die AfD war nach mehreren Versuchen seit langem die erste erfolgreiche Parteigründung rechts der CDU und ist somit seit ihrer Gründung Sammelbecken eines breiten rechten Spektrums. Während zu Beginn die “gemäßigte” Fraktion der wirtschaftlich Neoliberalen und gesellschaftlich Konservativen in der AfD die Oberhand hatte, tut sich in langen Grabenkämpfen der faschistische Flügel als hauptsächliche Strömung innerhalb der Partei hervor. Immer wieder brachten diese Grabenkämpfe Austritte und Abspaltungen mit sich, immer wieder …

Praxistipps für die antifaschistische Arbeit

Mit antifa-info.net halten wir nicht nur auf dem Laufenden was antifaschistische Aktivitäten im süddeutschen Raum angeht und spiegeln relevante Recherche- und Analyse-Artikel, sondern wollen die Organisierung der antifaschistischen Bewegung vorantreiben. Dazu gehört nicht nur die Vernetzung, Austausch und gemeinsame Mobilisierungen. Die praktische Arbeit vor Ort und Bekämpfung von rechten Aktivitäten und Strukturen, also die alltägliche Antifa-Arbeit ist essentieller Teil unseres gemeinsamen Kampfes. Um gemachte Erfahrungen zu teilen, haben wir einige Praxistipps zusammengestellt und erweitert.

Junge Nazis planten bewaffnete Gewaltaten

Gerade im Zusammenhang von Staatlicher Repression gegen Nazis ist es uns als Redaktion von Antifa-Info wichtig, nicht nur zu informieren, sondern die Ereignisse auch politisch einzuschätzen. Auch wenn der Faschismus im Kapitalismus immer eine Machtoption bleibt, entweder als Rettung vor einer erstarkenden fortschrittlichen Bewegung oder zur durchsetzung bestimmte Interessen bestimtmer Kapitalfraktionen, heißt das natürlich nicht, dass der bürgerliche Staat jederzeit ein Interesse an jeder rechten oder faschistischen Bewegung hat. Einerseits kann eine faschistische Bewegung drohen eine internationale Rufschädigung für die BRD zu verursachen, die Infragestellung des Gewaltmonopols kann einen innenpolitischen Vertrauensverlust bedeuten könnte und andererseits verspricht die medienwirksame Bekämpfung von Faschist:innen einen Vertrauensbonus. Das liegt schlichtweg im strategischen Interesse der …

Vielfältige Aktionen im Gedenken an die Pogromnacht 1938

Anlässlich der Pogromnacht am 9. November 1938 fanden auch dieses Jahr vielfältige Gedenkaktionen statt. Hier sollen in gekürzter Form Gedenkaktionen, die in Süddeutschland dieses Jahr stattgefunden haben (ohne Anspruch auf Vollständigkeit), zusammengefasst werden. In Villingen versammelten sich um 18 Uhr einige Antifaschist:innen zu einer Kundgebung auf dem Latschariplatz in Villingen. Das Offene Antifaschistische Treffen (OAT) Villingen-Schhwenningen schreibt in seinem Nachbericht zu der Gedenkkundgebung: „Wir als OAT zeigten in einem ersten Redebeitrag und mit zwei Aufstellern auf, dass die Pogrome nicht vom Himmel gefallen sind. Mit der Pogromnacht einher ging auch eine Enteignung der jüdischen Bevölkerung und die Arisierung ihres Vermögens. Sehr große Teile des deutschen Kapitals profitierten kräftig, sie nahmen …

Gedenken an die Pogromnacht 1938

Die Novemberpogrome 1938 Schon lange vor 1938 gab es systematische Gewalt gegen Jüd:innen in Deutschland. Die Novemberpogrome vom 7. bis 13. November, besonders die „Reichspogromnacht“ vom 9. auf den 10. November 1938 stellten dabei allerdings eine neue Qualität der Gewalt gegen Jüd:innen dar. Den Anfang der Pogrome machten dabei organisierte Faschisten aus SA und SS in Zivil, die verschleiern wollten, dass es sich um von den Faschisten im Voraus geplante Angriffe auf Jüd:innen handelte. Es sollte stattdessen das Bild erzeugt werden, dass es sich bei den Pogromen um „spontane Volksaufstände“ handele. Insbesondere in der Reichspogromnacht, aber auch in den darauf folgenden Tagen, wurden Jüd:innen in Deutschland, in Österreich und in …

Übersicht über rechte Krisenakteur:innen

Teuerungen und Krise sind dieser Tage ein allgegenwärtiges Thema und bringen berechtigten Protest dagegen auf die Straße. Darin finden sich viele alte und neue Gesichter, manche davon auch reaktionär bis faschistisch. Sie wollen von der Krise profitieren und lenken den Protest in scheinbar radikale, aber letztlich systemkonforme Bahnen. Das ist auch relativ einfach, die Regierenden geben ihnen jede erdenkliche Möglichkeit dazu: Sei es durch den ohnehin laschen Umgang mit rechten Organisationen durch die Repressionsorgane, oder argumentativ. So wird z.B. durchweg von bürgerlichen Medien und Politiker:innen geleugnet, dass der derzeitige Wirtschaftskrieg mit Russland überhaupt stattfindet. Alleine anzusprechen, dass ein solcher geführt wird und Einfluss auf die Gaspreise hat wird oft schon …

Demonstration 30 Jahre nach Pogrom in Lichtenhagen

Am 27. August 2022 findet in Rostock-Lichtenhagen eine Großdemonstration anlässlich des 30. Jahrestags der dortigen Pogrome statt, ein breites Bündnis mobilisiert zur Demonstration. Es wird Anreisen aus dem Südwesten Deutschlands geben, die in Kürze hier veröffentlicht werden (meldet euch gerne, wenn ihr eine plant). Hier nun der Aufruf zum Antifa-Block, unten noch ein Hintergrundartikel aus dem AIB zum Pogrom 1992 in Lichtenhagen. Anreisen aus Süddeutschland Update: 24.08.2022 Villingen-Schwenningen: Kommt am Donnerstag zur Kneipe, ab 20 Uhr im Linken Zentrum Schwenningen, oder meldet euch beim Offenen Antifaschistischen Treffen Villingen-Schwenningen via oat-vs@t-online.de. Anreise Freitagabend (26.08.), Rückfahrt Sonntagabend (28.08). Hier findet ihr den Aufruf des OATVS. Update: 22.08.2022 Karlsruhe: Meldet euch beim Offenen …

Solidarität gegen Repression und Verrat – Bericht zum Stand im Antifa-Ost-Verfahren

Anlässlich des 60. Prozesstages im sogenannten Antifa-Ost-Verfahren und der Aussage des Kronzeugen Domhöver soll hier nicht nur der Prozessbericht seinen Platz finden; unten findet ihr weitere Links. Wir unterstützen den Aufruf zur Solidarität gegen politischen Verrat und gegen ihre Repression: Organisiert Solidaritätsaktionen für von Repression Betroffene und sammelt Spenden, beteiligt euch, diskutiert und bleibt aktiv! Bericht vom 60. Prozesstag im Antifa-Ost-Verfahren am OLG Dresden am 28.07.2022 Vor Prozessbeginn: Auftaktkundgebung  An diesem ersten Tag der Aussagen des Kronzeugen Johannes Domhöver (im Weiteren abgekürzt mit J.D.) wurde zu einer Kundgebung unter dem Motto „Unsere Solidarität gegen politischen Verrat“ aufgerufen. Ab 08:30 Uhr versammelten sich viele solidarische Menschen vorm OLG Dresden. Es wurden …

Alle Infos zum Protest gegen den AfD-Landesparteitag

Am 16./17. Juli 2022 hält die AfD Baden-Württemberg nun ihren Landesparteitag in der Stuttgarter Messe ab. Ursprünglich war der Parteitag am ersten Juliwochenende in der Carl-Benz-Arena im Stuttgarter Stadtteil Cannstatt geplant – wegen antifaschistischem Protest muss die rechte Partei sich nun, mit Hilfe der Polizei und Verwaltung auf die Fildern zurückziehen. Wir werden trotzdem Präsenz zeigen! Update 14.07.2022: Behörden behindern Proteste gegen AfD-Landesparteitag Das Ordnungsamt und die Polizei wollen weiterhin antifaschistischen Protest verunmöglichen. Nachdem in Cannstatt die ganze Demonstration von der Polizei verhindert, die Anmelderin angezeigt wurde und insgesamt die antifaschistische Bewegung kriminalisiert werden sollte, setzt sich diese Linie auch auf den Fildern fort: Am Donnerstagnachmittag, also nicht ein Mal …

AfD-Parteitag findet doch nicht statt – Trotzdem antifaschistische Demo in Cannstatt

Update 1.07.2022 (Beitrag von AABS): Antifaschistische Demo statt AfD-Parteitag in Cannstatt: Wir haben’s geschafft: Der AfD-Landesparteitag dieses Wochenende in der Carl-Benz-Arena ist endgültig abgesagt! Das ist ein Erfolg, der auch auf die antifaschistische Mobilisierung zurückzuführen ist. Die AfD hat am Donnerstag selbst bestätigt, dass sie nicht am ersten Juliwochenende in Cannstatt tagen wird; wohl aber am 16./17. Juli in der Stuttgarter Messe. Was dazu an antifaschistischem Protest auf die Beine gestellt wird klärt sich in den nächsten Tagen. Wir rufen trotzdem diesen Samstag, den 2. Juli zur Demonstration auf und sagen einmal mehr: #cannstattnazifrei Kommt um 15:30 Uhr an den Cannstatter Bahnhof und lasst uns gemeinsam ein starkes Zeichen setzen. …