AfD-Wahlstand blockiert

Am vergangenen Samstag den 21.02., hielt die AfD einen Infostand in Mannheim-Wohlgelegen ab und wollte dabei Werbung für ihren Direktkandidaten Bernhard Pepperl machen. Dies ließen ein Dutzend Antifaschist*innen nicht unbeantwortet und schirmten den Stand mittels Transparenten von vorbeilaufenden Bürger*innen ab. Über ein Megafon wurden verschiedene Reden verlesen, die den klassenfeindlichen Charakter des Wahlprogramm der AfD kritisierten. Der mit 4 Einsatzwägen eintreffenden Polizei war das sichtlich ein Dorn im Auge: Unter Anwendung von Zwang, sollte die Personen am Megaphon ihren Ausweis abgeben um als Anmelder zu fungieren. Während der Erklärung unsererseits – dass es sich um eine spontane Versammlung ohne Anmelder*in handele – wurde diese ohne Vorwarnung zu Boden gebracht und […]

Protest gegen AfD-Veranstaltung in Villinger Theater

Zahlreiche Menschen demonstrierten am Sonntag (22.02.) in Villingen gegen die AfD Wahlkampfshow im Theater am Ring. Das Theater am Ring war großzügig von der Polizei abgeriegelt und mit Gittern gesichert worden. Die Ring-Straße wurde für den Verkehr gesperrt, um der AfD einen möglichst reibungslosen Ablauf ihrer Veranstaltungen zu ermöglichen. Ganz reibungslos lief es, wie bereits in der Vergangenheit schon, für die extremen Rechten nicht. Bis zu 300 Menschen protestierten ab 18 Uhr, dem offiziellen Einlass Beginn der Rechten, lautstark vor dem Theater am Ring und direkt an den Gittern. Die AfD war gezwungen den Großteil ihrer Besucher:innen über einen Hintereingang in die Räume zu leiten. Antifaschist:innen blockierten zeitweilig den Vordereingang, […]

Sauer(ei) am Ettlinger Kasino

Wir waren heute [22.02.2026] mit über 300 Personen in Ettlingen, um gegen die AfD Veranstaltung mit dem ekelhaften Namen „Remigration – Theorie und Praxis“ zu demonstrieren. Nach der Auftaktkundgebung mit Reden vom Ettlinger Bündnis gegen Rechts, dem offenen feministischen Treffen und einer Rede von uns, wurde der Empfang der AfDler lautstark mit Parolen, pfeifen und Musik gestört. Später gab es noch eine Kundgebung eines lokalen parteiübergreifenden Bündnis, bei welcher sich ebenfalls 300-400 Menschen anschlossen. Bei dem Einlass der AfD war der Ansturm offensichtlich eher gering. Nach und nach tröpfelten Einzelne durch den abgegitterten Zugang, wobei sie prompt von ein paar fliegenden Eiern herzlichst empfangen wurden. Während des gesamten Protests versuchten […]

Demo & Kundgebung in Gedenken an die Ermordeten des rechten Terroranschlags in Hanau

Sechs Jahre seit dem rechten Terror in Hanau, sechs Jahre ohne Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kenan Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov – mehr als einen Monat ohne Ibrahim Akkuş. Trotz Schneesturm haben wir heute -am 19.02.26- in München gemeinsam mit in der Spitze 500 Menschen den Ermordeten vom 19. Februar 2020 gedacht, unsere Wut rausgelassen und uns gegenseitig unsere Solidarität und Kollektivität gezeigt. Diese Kollektivität zeigt sich auch in den Organisationen und ihren Redebeiträgen, die an der Demonstration teilnahmen. Die DGB Jugend und der AK Ver.di gegen Rechts verdeutlichten in ihren Rede dass die Spaltung unserer Klasse nicht […]

Uniformierter Wachschutz für Nazi-Partei

Gestern, am 21. Februar 2026, gab es mehrere Aktionen gegen den Desinformationsstand der AfD auf dem Heidelberger Bismarckplatz. Mehrere kleinere Gruppen versuchten, den Landtagswahlkampf der rechtsradikalen Partei zu stören und abzuschirmen, weil es keine Normalität werden darf, dass auf unseren Plätzen wieder Nazi-Propaganda verbreitet wird. Dass die AfD das gestern weitgehend machen konnte, verdankt sie ihrem uniformierten Wachschutz von der Polizei. Gegen 13:30 Uhr baute die AfD am Samstag ihren Desinformationsstand auf – begleitet von drei Mannschaftswägen der Polizei, aus denen bei jedem Widerspruch gegen die Nazi-Propaganda sofort eine Handvoll Uniformierte sprangen, die diejenigen drangsalierten, die die fortschreitende Faschisierung in der BRD nicht unwidersprochen hinnehmen. Mehrere kleinere Gruppen wurden am […]

6 Jahre Hanau: Eindrücke vom Gedenkspaziergang

Am 19. Februar – dem nun 6. Jahrestag des rassistischen Anschalgs in Hanau – haben wir in Tübingen einen Gedenkspaziergang veranstaltet. Jedes Jahr nennen wir neun namen. In diesem Jahr sind es 10. Denn in diesem Jahr ist Ibrahim Akkuş an den Spätfolgen des Anschlags gestorben. Nennen wir die Namen der in Hanau ermordeten Menschen meinen wir damit immer alle Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Beim Gedenkspaziergang haben wir an verschiedenen Orten in der Stadt Koffer in Gedenken an die zehn Ermordeten abgelegt und konnten ihre Biografien sowie Stimmen ihrer Angehörigen hören. Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kenan Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, […]

Hanau – niemals vergessen

Heute vor sechs Jahren, am 19. Februar 2020 wurden in Hanau neun Menschen bei einem rassistischen Anschlag ermordet. Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili-Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar, Kaloyan Velko. Ibrahim Akkuş starb Anfang diesen Jahres, am 10. Januar 2026 an den Folgen des Anschlag und seinen Verletzungen. Zehn Menschen kostete der Anschlag von Hanau das Leben. Hanau werden wir nicht vergessen. Erinnern heißt verändern. Erinnern heißt handeln. Erinnern heißt kämpfen. In Erinnerung an die Menschen, denen am Abend des 19. Februar 2020 das Leben genommen wurde, haben wir in Villingen-Schwenningen Wandbilder plakatiert, ihre Gesichter und ihre Namen in die Stadt getragen. Der […]

Postbank kündigt Vereinen der VVN-BdA

Postbank kündigt Konten von vier Berliner Vereinen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Bund der Antifaschist*innen Dem Bund der Antifaschist*innen Treptow, der Kreisvereinigung Weißensee-Hohenschönhausen der VVN-VdA (ehemals Westberlin), allesamt gemeinnützige Vereine des Landesverbands Berliner VVN-BdA e.V., und eben diesem selbst flatterten vor kurzem die Kündigung ihrer Postbank –Konten zum 31. März 2026 ins Haus. In den vergangenen 2 Jahren hat die Postbank bereits etlichen unserer Kreisvereinigungen in Deutschland sowie der antifaschistischen Begegnungsstätte Heideruh e. V. die Konten gekündigt. Was die Motive der aktuellen Kündigungen sind, können wir nur mutmaßen. Ob wir als Kund*innen nicht zahlungskräftig genug sind – die Postbank wird ja zu einer reinen Geschäftsbank umstrukturiert – oder der […]

Antifademo gegen die „Taverne de Thor“ in Lothringen mit internationaler Ausstrahlung

Communiqué des Kollektivs „Fermez-la! (Taverne de Thor)“ – 10. Februar 2026 Rückblick auf eine internationale Antifademo gegen die Hammerskins in Ostfrankreich am 7. Februar 2026 Es gibt ein mehrsprachiges Feature zur Demo und weitere Bilder der Antifa-Kampagne und den englischsprachigen Redebeitrag.  Mit bunten Umzügen und einem „village antifasciste“ in Combres-sous-les-Côtes war der grenzüberschreitende Demonstrationstag am 7. Februar entschlossen, sonnig und ein starkes Zeichen des Protests gegen die Ansiedlung der „Hammerskins“ in der Meuse und den neuen Anstieg der Faschismen. Der Slogan „fermez-la!“ Taverne de Thor (Schliesst die Taverne !) wurde stundenlang von fast 500 Menschen eingestimmt. Eine bunte Menschenmenge, bestehend aus einem breiten Spektrum des Antifaschismus, darunter TeilnehmerInnen aus der […]

Solidarität mit Maja, Anna und Gabri

Am vergangenen Samstag (07.02.26) kamen bei einer kämpferischen Solidaritätsdemonstration für Maja, Gabri und Anna aus vielen Orten hunderte Antifaschist:innen zu einer überregionalen Demonstartion in Jena zusammen. Die Demonstration war die Antwort auf das Urteil in Budapest und setzte ein starkes Zeichen der Solidarität. Die Message der Demo richtet sich ganz klar gegen die staatliche Verfolgung von Antifaschist:innen und den politischen Schauprozess in Budapest, Dresden und Düsseldorf. Das Statement zur Demo von der Kampagne „Antifa ist notwendig“: Die Inhaftierten, Untergetauchten und allen voran Maja sind den konkreten Konsequenzen dieses Schauprozesses ausgeliefert. Aber es ist auch ein Angriff auf uns alle. Auf Antifaschismus allgemein. Es geht in diesem Kampf hier nicht nur […]

Wiederholter Anquatschversuch

Am 05.02., gab es einen Anquatschversuch bei einer Genossin in Tübingen. Hier im Post wollen wir unsere Infos dazu mit euch teilen. Wenn Bullen oder Verfassungsschutz auch vor eurer Tür stehen oder standen: Redet nicht mit ihnen und beendet sofort das Gespräch. Meldet euch im Nachgang bei antirep-tuebingen@mtmedia.org Hier nochmal gebündelte Informationen der Roten Hilfe zu Anquatschversuchen: https://rote-hilfe.de/rechtshilfetipps/anquatschversuch. Ablauf des Anquatschversuchs: Die Genossin wurde als sie ihre Wohnung betreten wollte, von 2 Bullen mit ihrem Vornamen angesprochen. Sie wiesen sich als Mitarbeiter einer Sicherheitsbehörde aus und fragten die Genossin, ob sie mit ihnen reden wolle. Als die Genossin verneinte und erneut nachfragte, zu welcher Behörde sie gehörten, gaben sie sich […]

Kein letztes Wort – Majas Rede zum Prozessende

Liebe Mitmenschen, sehr geehrtes Gericht, auch ich möchte noch ein paar Worte teilen, bevor dieser Strafprozess sein vorläufiges Ende findet.Nuretwas grundsätzliches vorweg: Weder stellte ich je das Prinzip und die Rechtmäßigkeit eines Strafprozesses infrage, noch tat ich dies bei einem Staat, der ein Rechtsstaat aller ist. Nein, ich warnte schlicht davor, welche Ungerechtigkeiten und Gefahren dieser Prozess hier in Ungarn birgt. In Deutschland hätte ich nicht anders gehandelt. Eine Demokratie muss solchen Widerspruch gegen das Autoritäre und gegen die Unterdrückung zulassen. Jedes Urteil, das hier gesprochen wird, wird sich auch daran messen lassen müssen, ob und wie mein Sprechen und Auftreten bestraft wird. In den letzten Monaten hat sich jedoch […]