Solidaritätsdemonstrationen zum Jahreswechsel

Mit 200 Genoss:innen sind wir am 31.12. gemeinsam zur JVA Karlsruhe gezogen um die Gefangenen zu grüßen. Die Tradition an Silvester zu den Knästen zu gehen, um gemeinsam mit den politischen und sozialen Gefangenen in das neue Jahr zu starten, hat für unsere Bewegung in der gesamten Bundesrepublik eine lange Tradition. Vor 36 Jahren versammelten sich in Stuttgart-Stammheim Linke und Revolutionär:innen, um ihre Solidarität mit den Gefangenen der Roten Armee Fraktion auszudrücken. Auch heute sitzen wieder so viele Linke Aktivist:innen in Haft wie schon lange nicht mehr. Für unsere heutige Bewegung in Karlsruhe fand zum ersten Mal eine Demonstration zu Silvester in unserer Stadt statt. Nachdem die Demonstration direkt an […]

Feuerwerks-Grüße an Leandra in der JVA

Kurz vor Weihnachten grüßten wir die Aktivistin Leandra, die seit Anfang September in der JVA Memmingen in U-Haft sitzt mit Feuerwerk. Ihr wird vorgeworfen Anfang September mit 4 weiteren Aktivist:innen einen Angriff auf den ulmer Standort des Israelischen Waffenkonzern Elbit Systems verübt zu haben und dort erheblichen Schaden an technischen Geräten in einem Wert von 1 Millionen Euro verursacht zu haben. Der Konzern ist für einen großen Teil der Technologien und Waffen die in Gaza genutzt werden verantwortlich und profitiert dadurch aktiv am Genozid. Die Aktion zeigt erfolgreich wie Solidarität mit dem palestinensischen Volk praktisch werden kann und wie wichtig und wirksam es ist die Profiteure des Genozides bei uns […]

Nazi-Outing von Marika Hartmann

Aktivisti verteilten heute Nacht [29.12.2025] Flyer in der Nachbarschaft [in Hösbach bei Aschaffenburg] und klärt über die Machenschaften von Marika Hartmann auf. Nachdem Michael Hetzel (Rhein-Main Steht Auf) seine Organisation aufgelöst und damit auch die Silvesterdemo in Aschaffenburg abgesagt hat, gründen Marika Hartmann und Kamil Asiltürk das „Team der Macher“, welches „Ganz anders vorgehen“ wird. Durch Marikas Verbindungen in die Reichsbürger*innen- und Neonaziszene ist eine weitere Radikalisierung der Szene in Aschaffenburg zu befürchten. Bei ihrer Deutschlandweiten Teilnahme an Reichsbürger*innen Demos und Anti-CSD-Protesten baute sie gute Verbindungen zu rechten Gruppierungen wie „Deutscher Störtrupp“ (DST) und „Aryan People Resistence“ (APR) auf, welche auch schon in Aschaffenburg auf Demos von „Rhein-Main Steht Auf“ […]

Knastbesuch in Stammheim

Im Rahmen der Silvesteraktivitäten 2025 haben rund 90 Aktivist:innen und Revolutionär:innen aus Süddeutschland den Knast in Stuttgart Stammheim mit einer unangemeldeten Demonstration besucht. Mit Parolen, Schildern, Bannern zeigten sie allen politischen und sozialen Gefangenen ihre Solidarität. Thematisch wurden dabei Daniela Klette, die kurdische sowie die palästinasolidarische Bewegung – allen voran die Ulm5 und die kriminalisierten Antifaschist:innen hervorgehoben. Aktuell sind in Stammheim drei Genossen der kurdischen Bewegung sowie ein Aktivist der „Ulm 5“ aufgrund ihres internationalistischen Engagements inhaftiert. Historisch ist der Knast in Stammheim insbesondere für die Inhaftierten der Stadtguerilla Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Jan-Carl Raspe und Irmgard Möller bekannt. Damals wie heute ist die Solidaritätsarbeit mit Gefangenen und von Repression […]

Deutsche Banken vollstrecken US-Politik: Kontokündigung wegen Antifa

Wenn Washington entscheidet, wer in Deutschland ein Konto bekommt: GLS-Bank und Sparkasse Göttingen kündigen der Roten Hilfe die Bankkonten, ohne sachlichen Grund. Die Kündigungen erfolgten kurz nach der US-Terrorlistung von „Antifa Ost“. Auch andere linke Organisationen sind von autoritären Durchgriffe per SWIFT mitten in Europa betroffen. Banken kündigen der Roten Hilfe Innerhalb weniger Tage haben zwei Banken die Zusammenarbeit mit dem Verein Rote Hilfe e. V. beendet. Zunächst kündigte die Sparkasse Göttingen sämtliche Konten des Vereins, kurz darauf folgte die GLS Gemeinschaftsbank mit dem gleichen Schritt. Beide Institute – obwohl sie besondere gesellschaftliche Aufträge haben – wollen alle Konten der Roten Hilfe innerhalb von zwei Monaten auflösen. Die Sparkassen sind per […]

Kein Freund – Kein Helfer

Mit über 200 Menschen haben wir uns am 13.12. die Straße genommen und mit einer Demo vom Hauptbahnhof in die Altstadt unsere Wut auf den Polizeistaat zum Ausdruck gebracht. Die gemeinsame Strategie von Polizei und Ordnungsamt, uns durch Auflagen und Verbote einzuschränken, setzten sie zu Beginn der Demo nahtlos fort: ohne Begründung wurden mehrere Personen nicht als Ordner:innen zugelassen, was den Start der Auftaktkundgebung verzögerte. Zu Beginn der Demonstration hörten wir eine Rede vom OAT zur Rolle der Polizei im kapitalistischen System und Grußworte von Antifaschist:innen aus Mönchengladbach und Ludwigsburg, wo – wie in etlichen weiteren Städten – gestern ebenfalls Demonstrationen stattfanden. Im Anschluss setzte sich der Demozug mit weit […]

Protest gegen den CDU-Landesparteitag

Vergangenen Freitag und Samstag fand in Heidelberg im Kongresszentrum der CDU-Landesparteitag statt. Wir waren dagegen auf der Straße, denn die CDU ist eine rechte Partei, die mit Sozialabbau die Lebensrealität der meisten Menschen in Deutschland schlechter macht und durch rassistische Spaltung Geflüchtete zum Sündenbock dafür erklärt. Auf dem Parteitag bestätigte die baden-württembergische CDU Manuel Hagel als Landeschef und Spitzenkandidat für die kommende Landtagswahl, der im März dieses Jahres bereits mit der Verwendung der Nazi-Parole „Umweltschutz ist Heimatschutz“ auffiel. Währenddessen beschloss die CDU als dominierende Regierungspartei im Bundestag am Freitag nicht nur das Rentenpaket, sondern auch die neue Wehrpflicht, und dass Geflüchtete in Abschiebehaft keine Pflichtanwält*innen mehr beigeordnet bekommen, weil diese […]

Antifas vor Gericht gegen 3. Weg

Dritter Weg in Berlin: Antifaschisten auf der Anklagebank Am Amtsgericht startet ein Prozess gegen Linke – Kläger ist ein Neonazi der Kleinstpartei Dritter Weg Der Andrang am Amtsgericht Tiergarten ist groß: Vor dem rechten Eingang stehen etwa 200 Antifaschist*innen. Am linken Eingang stehen rund 20 augenscheinlich erkennbare Neonazis. An der Pforte wird verkündet, dass es im Gerichtssaal nur 30 Plätze gibt – also 15 für jede Seite. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite beginnt eine Kundgebung. Zu sehen sind Transparente mit den Aufschriften »Gemeinsam gegen den Faschismus« und »Für immer Antifa«. Am Montagmorgen begann der Strafprozess gegen zwei Antifaschisten. Der Vorwurf lautet: gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung des Neonazis Leander S. Am 18. April 2024 kam es in der […]

Gegenprotest zur queerfeindlichen Kundgebung

Heute, am 01.12.2025, veranstaltete die Münchner Stadbibliothek Moosach eine Lesung mit der Drag Queen Vicky Voyage. Faschist:innen und Fundamentalist:innen rund um den AfDler Christoph Rätscher veranstalteten einen Gegenkundgebung, um ihre sexistische und rechte Scheisse zu verbreiten. Christoph Rätscher tritt in den Kommunalwahlen im März 2026 für die „AfD“ in Haar als Oberbürgermeister Kandidat an. Schon in der Vergangenheit fiel er durch seine offensiv nach außen getragene Queerfeindlichkwit auf. Er war in der „JA“ aktiv und umgibt sich gerne mit Burschenschaftlern Bei der Landtagswahl 2023 trat er als AfD-Direktkandidat im Stimmkreis München-Bogenhausen an, und bei der Bundestagswahl 2025 im Wahlkreis München-Nord. Seit 2023 ist er Referent der Landtagsfraktion. Statt wie letzten […]

Prozessbeginn Antifa-Ost 2.0

Angeklagte erleben viel Solidarität zum Prozessauftakt »Solidaritätsbekundungen sind erlaubt – aber nur vor Verhandlungsbeginn«, vermeldet der Hausrechtsinhaber im Gerichtssaal, auf einem Stuhl stehend, kurz vor Beginn des Mammutverfahrens gegen sieben Antifaschist*innen in Dresden. Es handelt sich um den zweiten Prozess gegen die von Behörden und Medien als »Antifa-Ost« bezeichnete Gruppe. Im ersten Verfahren, das zweieinhalb Jahre dauerte, wurden Lina E. und drei Mitangeklagte 2023 zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Der neue Prozess ist nun auf 153 Verhandlungstage angesetzt – bis 2027. Das Verfahren beginnt im selben Saal wie bereits das erste Verfahren. Scharfe Einlasskontrollen, Panzerglas und große Polizeipräsenz prägen das Bild. Schon ab acht Uhr morgens befinden sich solidarische Aktivistinnen gemeinsam […]

Gießen will Protest gegen AfD-Jugend einschränken

Kontrollen und Abriegelung eines Stadtteils angekündigt Keine antifaschistischen Versammlungen westlich der Lahn zulassen, das ist die erklärte Strategie von Stadt und Polizei in Gießen. So wollen diese sicherstellen, dass sich die AfD-Jugend am letzten Novemberwochenende in den Messehallen der Stadt neu gründen kann. Die Ankündigung stößt auf allerlei Unverständnis. Vom DGB Mittelhessen heißt es etwa, dass man es »befremdlich« finde, dass noch vor einem abschließenden Kooperationsgespräch zwischen den Veranstalter*innen des Protests und den Behörden über »weitreichende Einschränkungen und Sperrungen informiert« werde. Bisher habe man einen konstruktiven Austausch gehabt, dieser werde durch die Vorfestlegung der Behörden »konterkariert«. Die Gewerkschaft will jedenfalls an ihrer Kundgebung festhalten, die vor den Hessenhallen, in denen […]

Demo gegen AfD-Schiedsgericht-Tagung

Wir waren heute (15.11.2025) zusammen mit rund 300 Anwohner:innen und Antifaschist:innen in Obersendling auf der Straße um uns gegen die Tagung der „AfD“-Schiedsgerichte im Grand Hotel Palladium zur Wehr zu setzen. Die Auftaktkundgebung startete mit einer kraftvollen Rede des offenen Frauentreffens, welche die reaktionäre Frauenpolitik der „AfD“, von traditionellen Frauenbildern bis hin zur Kriminalisierung von Abtreibungen, aufzeigte und verurteilte. Darauf folgte unsere Rede welche das Erstarken rechter Kräfte, wie der „AfD“, und die Reaktionen darauf in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext setzte und sich kritisch mit dem Widerstand dagegen auseinandersetzte. Klar wurde dabei, dass Antifaschismus nicht lediglich „Feuerlöscherpolitik“ umfassen darf, sondern konkret die Missstände welche zu dem Erstarken rechter Kräfte führen angreifen […]