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In Gedenken an den rassistischen Mord an Samuel Yeboah

Vor 31 Jahren, in der Nacht 18. auf den 19. September 1991, wurde Samuel Kofi Yeboah von einem Rassisten ermordet. Gegen Peter S. einen ehemals führenden Kopf der Neonaziszene im Saarland wurde erst in diesem Jahr Anklage erhoben. Antifaschist:innen setzen sich schon lange für eine Aufarbeitung des Falls und ein würdiges Gedenken an Samuel Yeboah ein. Zum 31. Jahrestag des rassistischen Mords spieglen wir hier einen Artikel den „der rechte rand“ in seiner Ausgabe von November/Dezember 2021 veröffentlicht hat:  Knapp 30 Jahre nach dem Mord an Samuel Yeboah im saarländischen Saarlouis wurden die Ermittlungen wieder aufgenommen. Antifaschist*innen, die früh auf die mutmaßlichen Täter hingewiesen hatten, stießen auf Ignoranz und Widerstand …

Reisebericht: Demonstration 30 Jahre nach dem Pogrom in Lichtenhagen

Am 27.08.2022 beteiligten wir Antifaschist:innen aus Süddeutschland uns an der Demonstration in Gedenken an die rassistischen Pogrome in Rostock-Lichtenhagen vor 30 Jahren. Zu dieser Demonstration mobilisierte ein breites Bündnis aus antifaschistischen Gruppen wie der VVN-BdA, der Gruppe Antifa United Rostock und „Rostock Nazifrei“, Vereinen und Gedenkinitiativen unter dem Motto „Erinnern heißt Verändern“. Innerhalb der Demonstration waren wir Teil des antifaschistischen Blocks unter dem Motto: „Die Pogrome von Morgen verhindern – Antifaschistischer Selbstschutz!“. Die Anreisen aus Süddeutschland sammelten sich unter dem Hochtransparent mit der Aufschrift: „Rechten Terror stoppen – antifaschistischen Selbstschutz organisieren!“. Damit bekundeten wir klar, was für uns der Grund war, an diesem Tag auf der Straße zu sein und …

Im Gedenken an Habil Kılıç

Am Montag jährte sich der Todestag von Habil Kılıç zum 21. Mal. Der 38-jährige Familienvater wurde am 29. August 2001 in seinem Lebensmittelladen in Ramersdorf von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos vom „Nationalsozialistischen Untergrund” (NSU) ermordet. Gegen 10 Uhr fuhren die beiden mit dem Fahrrad zum Tatort direkt neben einer Polizeiwache und erschossen Kılıç kaltblütig. So wie bei den anderen acht Opfern suchten sie sich ihr Ziel allein aufgrund seiner türkischen Herkunft aus. Obwohl Zeug*innen die Flucht der beiden Täter der Polizei gemeldet hatten, wurde keine Fahndung aufgenommen. Im Gegenteil: Die Ermittler*innen schlossen einen Tatzusammenhang aus und ermittelten stattdessen in Richtung organisierter Kriminalität, Clanstrukturen und Drogenhandel. Der Name der Sonderkommision …

Kundgebung zur Erinnerung an Rostock-Lichtenhagen

Vor 30 Jahren waren die Bewohner*innen des sogenannten Sonnenblumenhauses in Rostock-Lichtenhagen, darunter ehemalige Arbeiter*innen aus Vietnam und geflüchtete Personen, einem Tage andauernden Pogrom ausgesetzt. Rechtsradikale Gruppierungen und jugendliche Anwohner*innen attackierten das Gebäude und seine Bewohner*innen mit Steinen, Molotow-cocktails und rassistischen und nationalistischen Parolen. Tausende von Anwohner*innen standen vor dem Gebäude, beobachteten das Geschehen und applaudierten den Täter*innen zu. Obwohl der Angriff schon Tage vorher von den Täter*innen angekündigt wurde, ergriff die Polizei keinerlei Maßnahmen, diesen zu verhindern. Auch während der Tat zog sich die Polizei zurück und die Bewohner*innen des Sonnenblumenhauses waren auf sich alleine gestellt. Nach der Tat wurden die Täter*innen nicht, oder nur milde bestraft. Für die betroffenen …

Demonstration 30 Jahre nach Pogrom in Lichtenhagen

Am 27. August 2022 findet in Rostock-Lichtenhagen eine Großdemonstration anlässlich des 30. Jahrestags der dortigen Pogrome statt, ein breites Bündnis mobilisiert zur Demonstration. Es wird Anreisen aus dem Südwesten Deutschlands geben, die in Kürze hier veröffentlicht werden (meldet euch gerne, wenn ihr eine plant). Hier nun der Aufruf zum Antifa-Block, unten noch ein Hintergrundartikel aus dem AIB zum Pogrom 1992 in Lichtenhagen. Anreisen aus Süddeutschland Update: 24.08.2022 Villingen-Schwenningen: Kommt am Donnerstag zur Kneipe, ab 20 Uhr im Linken Zentrum Schwenningen, oder meldet euch beim Offenen Antifaschistischen Treffen Villingen-Schwenningen via oat-vs@t-online.de. Anreise Freitagabend (26.08.), Rückfahrt Sonntagabend (28.08). Hier findet ihr den Aufruf des OATVS. Update: 22.08.2022 Karlsruhe: Meldet euch beim Offenen …

Transpi-Aktion zu Rostock-Lichtenhagen

Zum 30. Mal jährt sich in diesen Tagen das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen. Zwischen dem 22. und 24. August 1992 griffen Hunderte Rechte mit Steinen, Flaschen und Molotowcocktails die “Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber” (ZASt) und das „Sonnenblumenhaus“, ein Wohnheim für vietnamesische Vertragsarbeiter:innen an. Unterstützt wurden sie dabei von tausenden jubelnden und applaudierenden Zuschauer:innen. Die vietnamesischen Bewohner:innen des in Brand gesteckten Wohnhauses konnten sich in letzter Minute über das Dach des Hauses retten. Dem Pogrom voraus ging jahrelange rechte Hetze, nicht nur in der Naziszene, sondern auch in Medien, Politik und der breiten Gesellschaft. Vor 30 Jahren sahen Polizei und Innenministerium in Lichtenhagen dabei zu, wie sich das Pogrom entfaltete. Während die …

Gedenken an Kiomars Javadi

Am Freitag, 19.08. haben an den ermordeten Kiomars Javadi erinnert, der vor genau 35 Jahren, am 19.08.1987 Opfer eines rassistischen Mordes in Tübingen wurde. Wir haben an einem Infostand Flyer zur Aufklärung über den rassistischen Mord verteilt und über Rassismus informiert. Da der rassistische Mord an Kiomars in Tübingen kaum Beachtung findet, haben wir abschließend eine Gedenktafel angebracht, Kerzen anegzündet, Blumen niedergelegt und mit einer Schweigeminute an Kiomars gedacht. Am Sonntag, den 28.08.22 laden wir außerdem um 11:30 Uhr ins Kino Atelier (Haagtor Tübingen) ein, um gemeinsam den Film „18 Minuten Zivilcourage“, ein Film über den rassistischen Mord an Kiomars zu schauen. Im Anschluss wird es eine Diskussions- und Gesprächsrunde …

Antifa-Kneipe zum Pogrom in Rostock-Lichtenhagen

Am Freitag, den 12. August findet wieder die Antifa-Kneipe statt. Diesmal wollen wir uns mit dem Pogrom in Rostock-Lichtenhagen, mit der rassistischen Stimmung in den 90er in der BRD beschäftigen, die nicht nur im Norden zu Angriffen auf Geflüchtetenunterkünfte und Morden führte. Wie kam es dazu? Welche Rolle spielten Staat und Cops dabei? Und wie sah antifaschistische Arbeit dazu aus? Darüber wollen wir uns am Freitag nach einem kurzen Input austauschen und natürlich diskutieren, was wir daraus für heute lernen. Los geht’s um 19:30 Uhr im Linken Zentrum Lilo Herrmann. Bringt Freund:innen mit!

München erinnern – Demo zum Jahrestag des rechten Terrors am OEZ

Gestern jährte sich der Jahrestag des rechten Terrors am Olympia-Einkaufszentrum am 22. Juli 2016 zum sechsten mal. Armela, Can, Dijamant, Guiliano, Hüseyin, Roberto, Sabina, Selçuk und Sevda verloren dabei ihr Leben weil sie nicht in das Weltbild des rassistischen Täters passten. Um diese Namen niemals zu vergessen, an sie zu erinnern und gemeinsam die Wut gegen diesen Staat und sein System auf der Straße auszudrücken demonstrierten wir gestern mit 500 Menschen. Angehörige, Überlebende, Unterstützer:innen und Antifaschist:innen haben sich zu einer Initiative zusammengetan um gemeinsam zu kämpfen. Nach kämpferischen Worten u.a. von Sibel Leyla, der Mutter des ermordeten Can Leyla, liefen wir vom Odeonsplatz zum NS-Dokuzentrum. Hier wurde mit einem Transparent …

Trauermarsch sechs Jahre nach rechtem Terroranschlag in München

Dieses Jahr jährt sich zum sechsten Mal der rechte Terror am Olympia-Einkaufszentrum in München. In Erinnerung an Armela, Can, Dijamant, Guiliano, Hüseyin, Roberto, Sabina, Selçuk und Sevda und im Kampf gegen dieses rassistisch System gehen wir am 22.07 auf die Straße. Wir trauern um die Ermordeten des rechten Anschlags am OEZ Am 22.7.2016 wurden am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München neun Menschen bei einem rechten, rassistischen und antiziganistischen Anschlag ermordet: Armela, Can, Dijamant, Guiliano, Hüseyin, Roberto, Sabina, Selçuk und Sevda. Die Tat fand zielgerichtet am 5. Jahrestag des rechten Attentats in Oslo und Utøya, Norwegen statt. Dank des unermüdlichen Kampfs der Angehörigen und Überlebenden wurde der Anschlag am OEZ mittlerweile als …

Solidarität mit Die Linke Oberhausen nach rechtem Anschlag

Aus vielen Städten gibt es Solidaritätsbekundungen für die Betroffenen in Oberhausen, nachdem dort in der Nacht auf den 5. Juli 2022 ein Sprengstoffanschlag auf das Parteibüro der Linken verübt wurde: Offenes Treffen gegen Faschismus & Rassismus in Tübingen und Region: In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde das linke Zentrum in Oberhausen mit einem Sprengsatz angegriffen. Die Scheiben des Zentrums sind komplett ze-rstört und auch umliegenden Ge-schäfte sind beschädigt. Veretzt wurde zum Glück niemand, die Täter haben aber bewusst in Kauf genommen, auch Menschen zu treffen . Das linke Zentrum geht davon aus, dass es sich um einen rechten Anschlag handelt. Denn es wäre nicht das erste Mal, dass …

Sprengstoffanschlag auf Linke-Büro in NRW

Heute Nacht gegen 3.30 Uhr kam es vor den Räumlichkeiten des Linken Zentrums in Oberhausen zu einer Explosion. Sämtliche Scheiben sowie die Scheiben gengenüberliegender Geschäfte wurden durch die Druckwelle der Detonation zerstört. Hierzu erklärt Yusuf Karacelik, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE.LISTE Oberhausen: „Wir sind froh, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind. Wir gehen von einem gezielten Anschlag von rechts aus. In der Vergangenheit gab es wiederholt Aufkleber aus dem Neonazi-Spektrum an unseren Räumlichkeiten, sowie vereinzelte Drohbriefe. Dies war in den letzten Monaten eher rückläufig. Wir lassen uns durch den Anschlag weder einschüchtern, noch unsere Ratsarbeit behindern. Selbstverständlich setzen wir unser Engagement für eine vielfältige solidarische Gesellschaft und gegen jede …