Demo & Kundgebung in Gedenken an die Ermordeten des rechten Terroranschlags in Hanau

Sechs Jahre seit dem rechten Terror in Hanau, sechs Jahre ohne Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kenan Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov – mehr als einen Monat ohne Ibrahim Akkuş. Trotz Schneesturm haben wir heute -am 19.02.26- in München gemeinsam mit in der Spitze 500 Menschen den Ermordeten vom 19. Februar 2020 gedacht, unsere Wut rausgelassen und uns gegenseitig unsere Solidarität und Kollektivität gezeigt. Diese Kollektivität zeigt sich auch in den Organisationen und ihren Redebeiträgen, die an der Demonstration teilnahmen. Die DGB Jugend und der AK Ver.di gegen Rechts verdeutlichten in ihren Rede dass die Spaltung unserer Klasse nicht […]

6 Jahre Hanau: Eindrücke vom Gedenkspaziergang

Am 19. Februar – dem nun 6. Jahrestag des rassistischen Anschalgs in Hanau – haben wir in Tübingen einen Gedenkspaziergang veranstaltet. Jedes Jahr nennen wir neun namen. In diesem Jahr sind es 10. Denn in diesem Jahr ist Ibrahim Akkuş an den Spätfolgen des Anschlags gestorben. Nennen wir die Namen der in Hanau ermordeten Menschen meinen wir damit immer alle Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Beim Gedenkspaziergang haben wir an verschiedenen Orten in der Stadt Koffer in Gedenken an die zehn Ermordeten abgelegt und konnten ihre Biografien sowie Stimmen ihrer Angehörigen hören. Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kenan Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, […]

Hanau – niemals vergessen

Heute vor sechs Jahren, am 19. Februar 2020 wurden in Hanau neun Menschen bei einem rassistischen Anschlag ermordet. Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili-Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar, Kaloyan Velko. Ibrahim Akkuş starb Anfang diesen Jahres, am 10. Januar 2026 an den Folgen des Anschlag und seinen Verletzungen. Zehn Menschen kostete der Anschlag von Hanau das Leben. Hanau werden wir nicht vergessen. Erinnern heißt verändern. Erinnern heißt handeln. Erinnern heißt kämpfen. In Erinnerung an die Menschen, denen am Abend des 19. Februar 2020 das Leben genommen wurde, haben wir in Villingen-Schwenningen Wandbilder plakatiert, ihre Gesichter und ihre Namen in die Stadt getragen. Der […]

Rassismus tötet. Nazis töten. Hanau war kein Einzelfall.

Ein Kommentar zum System hinter rechten Morden Say their names! Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin und zuletzt am 10. Januar 2026 Ibrahim Akkuş. Das sind die Namen derer, die durch den Anschlag in Hanau heute vor sechs Jahren, am 19. Februar 2020, von einem rassistischen Täter ermordet worden sind. Heute terrorisiert und verfolgt der Vater des Täters weiterhin die Hinterbliebenen und Angehörigen und die Tat ist immer noch nicht aufgeklärt. Warum war beispielsweise der Notausgang in der „Arena Bar“ verschlossen? Warum gingen die meisten der abgesetzten Notrufe bei der Polizei nicht durch, obwohl die Leitung […]

Sechs Jahre danach – SAY THEIR NAMES

Wir stehen kurz vor dem sechsten Jahrestag. Jedes Jahr, jeden Monat nennen wir neun Namen – und meinen alle Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Wir gedenken aller. Und wir meinen alle. Seit sechs Jahren leben wir mit Schmerz und Wut. Sie sind Teil unseres Alltags geworden. Für die Angehörigen bedeutet Erinnern, die Geschichte immer wieder zu erzählen – so, wie sie geschehen ist. Gegen das Vergessen. Gegen die Verharmlosung. Gegen das Verdrehen der Wahrheit. Ihre Namen sind eine Anklage. Sie fordern uns heraus, den rassistischen Normalzustand zu benennen und zu bekämpfen – im Alltag, in Behörden, in Politik, in Medien und in den Sicherheitsapparaten. Dort, wo weggesehen, relativiert und […]

Ein sich selbst schützendes System

Was der Tod von Lorenz A. über die politische Struktur von Polizeigewalt, Medien und die rassismuskritische Öffentlichkeit erzählt Am 20. April erschießt ein Oldenburger Polizist den 21-jährigen Lorenz A. – einen Schwarzen Deutschen, bekannt in der ganzen Stadt, beliebt an seiner alten Schule. Die Polizei spricht von einem »bedrohlichen Einsatz« , später von »Hochstress«. Doch was bleibt, ist ein weiterer lebloser Körper, Polizeikugeln von hinten, Bodycams, die nicht liefen – und ein Diskurs, der nicht neu ist, sich derzeit aber vom Tatort mitten in der belebten Fußgängerzone Oldenburgs aus neu entzündet. In den ersten Stunden des Ostersonntags will Lorenz A. in eine diskoähnliche Bar. Ihm wird der Einlass verweigert, angeblich […]

5 Jahre Gedenken an Hanau

Im Gedenken an Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin fanden auch dieses Jahr in vielen Städten am 19. Februar 2025 – dem 5. Jahrestag des rassistischen Terroranschlags Aktionen und Kundgebungen statt, denn: Hanau ist überall. Überall ist es wichtig, gemeinsam und entschlossen gegen Rassismus vorzugehen. Gerade in der aktuellen gesellschaftlichen Lage ist es wichtiger denn je an die Opfer von rechtem Terror zu gedenken. Hier einige Aktionen in Süddeutschland: Landau 5 Jahre Hanau. 5 Jahre Trauer. 5 Jahre Gedenken. 5 Jahre Wut. Heute vor fünf Jahren wurden in Hanau neun Menschen bei einem rassistischen Anschlag […]

Gedenken an Oury Jalloh – Rassismus tötet

Vor 20 Jahren, am 7. Januar 2005, verbrannte der aus Sierra Leone geflüchtete Oury Jalloh in Zelle 5 des Polizeireviers Dessau bei lebendigem Leib, an Händen und Füßen auf einer schwer entflammbaren Sicherheitsmatratze fixiert. Oury Jalloh war die dritte Person, die im Gewahrsam der Dessauer Polizei ermordet wurde, und die zweite in dieser Zelle. Am Tatort wurde kein Zündmittel gefunden. Ein Feuerzeug tauchte wenige Tage später im Labor des Landeskriminalamtes auf. Die polizeilichen Ermittler behaupteten, dass dieses Feuerzeug aus den Brandresten der Zelle 5 stamme und unter dem Leichnam von Oury Jalloh gelegen habe. Das Feuerzeug zeigte keinerlei Spuren von Kontakt zu Oury Jallohs Körper, seiner Kleidung oder der Matratze, auf […]

Wandbild für die Opfer des 19. Februar 2020 rassistisch beschmiert

Zum zweiten Mal wurde unser Gedenkbild in Frankfurt mit rassistischen Symbolen, wie SS-Runen und dem Hakenkreuz, zerstört und die Gesichter der Opfer des Anschlags in Hanau verunstaltet. Die politische Lage in Deutschland mit 30% für eine menschenfeindliche Partei macht auch vor dem vermeintlich interkulturellen Frankfurt keinen Halt, egal ob durch alltägliche Rassismuserfahrungen in der Schule, auf der Arbeit, Anschläge auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte oder im öffentlichen Raum auf unsere Denkmäler. Wir brauchen einen aktiv gelebten Zusammenhalt, den Mut zueinander und miteinander zu stehen und die Solidarität mit all denen, die in diesem Land jeden Tag die rassistischen Strukturen überleben und für ein menschenwürdiges Leben kämpfen. Wir brauchen eine starke […]

Das rechte Ungarn

Ab 37,90 Euro kommt man mit dem Super Sparpreis der Deutschen Bahn von München nach Budapest. Ein verlockendes Angebot, vor allem an junge Menschen, die die Welt erkunden wollen. Budapest. Das klingt nach Kultur, nach Geschichte, in unserem vorurteilsbehafteten Denken auch nach gutem Essen und in weniger als einer Stunde ist man schon am Balaton. Doch wollen wir nicht nur die Hauptstadt besichtigen, sondern mehr sehen von diesem Land. Also packen wir die Rucksäcke und besteigen den Zug, um ein Land zu erkunden, das uns seit dem letzten Jahr auf unangenehme Weise fesselt. Unser erster Zwischenstopp führt durch Wien. Der Stopp gilt Menschen, die hier Exil suchten, da sie den […]

Brandanschlag in Solingen vor 31 Jahren

Ein Überblick anlässlich des 20. Jahrestages Ein Artikel der LOTTA, überarbeitet vom Antifaschistischen Infoblatt, von 2013. Ein Kind flog im Traum in das unendliche Blau. Ein Kind flog im Traum voller Hoffnung über grüne Wiesen. Ein Kind fiel auf seine Flügel. Es verbrannte, das Kind. Es brannte. Es war kein Traum. Nein, es war kein Traum. Was verbrannte, war unsere Hoffnung. Was verbrannte, waren unsere Kinder, unsere Frauen. Jetzt brennt es in uns. Dieses Zitat stammt aus der Rede von Taner Aday auf einer Großdemonstration am 5. Juni 1993 in Solingen. Bei einem rassistisch motivierten Brand-anschlag auf das Haus der Solinger Familie Genç waren in der Nacht auf den 29. […]

George Floyd: Broschüre jetzt als Hörbuch

Still No justice – still no peace! / Broschüre zu rassistischer Polizeigewalt Am 25.05. jährte sich der Mord an George Floyd durch rassistische Polizeigewalt zum vierten Mal. Diesen Tag haben wir zum Anlass genommen, neben unserer Veranstaltung zum rassistischen Mord an George Floyd unsere im letzten Jahr erschienene Broschüre „Rassistische Polizeigewalt – die rassistische Entstehungsgeschichte der Polizei und ihre Funktion im Kapitalismus“ zu vertonen. Hören könnt ihr sie jetzt jeder Zeit auf unserer Homepage! Die  Broschüre findet ihr hier als PDF:  Rassistische Polizeigewalt – Ein Überblick No justice – no peace!